EIN EXPERTEN-BERATUNGSGREMIUM ZUR UNTERSTÜTZUNG DER HOROPEDIA FOUNDATION
Im Rahmen der Weiterentwicklung ihrer Aktivitäten und im Anschluss an die in diesem Monat abgehaltene Generalversammlung des Stiftungsrats gibt die Horopedia Foundation offiziell die Gründung des Horologischen & Kulturellen Komitees (HKK) bekannt. Dieses unabhängige Beratungsgremium stärkt die Governance der Stiftung, indem es den Stiftungsrat und das Exekutivkomitee bei ihren Aufgaben unterstützt, Wissen zu vermitteln, Bildung zu fördern und die Uhrmacherkultur zu bewahren.
Ein Beratungsgremium im Zentrum des Horopedia-Projekts
Das Horologische & Kulturelle Komitee (HKK) ist ein rein beratendes Gremium, das vollständig mit der gemeinnützigen Mission von Horopedia im Einklang steht: die Bewahrung, Dokumentation und Weitergabe uhrmacherischen Know-hows. Als Raum für Reflexion und Dialog konzipiert, verfügt es über keine Entscheidungsbefugnis, fungiert jedoch als Instanz für Konsultation, Bewertung und strategische Orientierung. Durch seine Analysen, Empfehlungen und fachlichen Perspektiven unterstützt das HKK den Stiftungsrat und das Exekutivkomitee bei der Festlegung und Ausrichtung der strategischen Ziele von Horopedia.
Zu seinen Hauptaufgaben gehören:
- Beratung zur Bildungs- und Kulturstrategie von Horopedia;
- Prüfung und Bewertung der Inhalte der Online-Enzyklopädie horopedia.org sowie von Projekten im Zusammenhang mit dem Maison des Arts & de la Culture Horlogère (MACH);
- Beitrag zur wissenschaftlichen, technischen und kulturellen Kohärenz sowie zur Qualität der Initiativen der Stiftung;
- Vorschlag von Kooperationen und Partnerschaften mit Institutionen mit ähnlichen Zielsetzungen.
Durch seine Tätigkeit trägt das HKK aktiv dazu bei, die Relevanz, Glaubwürdigkeit und Wirkung der Projekte von Horopedia zu stärken.
Ein Komitee unabhängiger Expertinnen und Experten
Gemäß seiner Ethik-Charta setzt sich das Horologische & Kulturelle Komitee aus unabhängigen Mitgliedern zusammen, die aufgrund ihrer Fachkompetenz, Erfahrung und ihres Engagements für die Uhrmacherkultur ausgewählt wurden. Kein Mitglied ist direkt mit einer Uhrenmarke oder einem Industriekonzern verbunden.
Das Komitee vereint rund zehn sich ergänzende Profile, darunter jeweils eine Vertreterin oder ein Vertreter jeder Schweizer Uhrmacherschule, wodurch eine enge Verbindung zur Ausbildung, zur Weitergabe praktischer Fähigkeiten und zu den pädagogischen Realitäten des Fachs gewährleistet wird.
Die Mitglieder werden für eine erneuerbare Amtszeit von drei Jahren ernannt, arbeiten ehrenamtlich und treffen sich mindestens zweimal jährlich, entweder persönlich oder virtuell.
Mitglieder des Horologischen & Kulturellen Komitees
Vertreterinnen und Vertreter der Uhrmacherschulen:
- Sylvian Aubry (CPNE – Lehrer & ES-Techniker für antike Uhrenrestauration)
- Raphaël Breuleux (CEJEF – Lehrer / Ausbilder)
- Laurent Dubois (CEFF – Stellvertretender Direktor)
- Simon Lauper (CFP Biel/Bienne – Uhrmacherlehrer / Ausbilder & Leiter der Uhrmacherabteilung)
- Frédéric Mino (EHG – Uhrmacherlehrer)
- Kilian Mosimann (ZeitZentrum – Leiter der überbetrieblichen Kurse)
- Frédéric Schütz (ETVJ – Direktor)
- Christophe von Känel (CPNE – Ausbildungskoordinator & Uhrenrestaurator)
Unabhängige Expertinnen und Experten:
- Rossella Baldi (Unabhängige Kunsthistorikerin mit Spezialisierung auf Uhrmacherei)
- Maximin Chapuis (Unabhängiger Uhrmacher, Restaurator-Prototypist & Dozent)
Mit der Gründung des Horologischen & Kulturellen Komitees erreicht die Horopedia Foundation eine neue Etappe in der Strukturierung und nachhaltigen Entwicklung ihrer Initiativen. Das HCC ist Teil einer langfristigen Vision im Dienste der Online-Enzyklopädie horopedia.org, des zukünftigen Maison des Arts & de la Culture Horlogère (MACH) sowie – allgemein – der Weitergabe eines lebendigen uhrmacherischen Erbes, das geteilt, dokumentiert und für alle zugänglich ist.
►► Unterstützen Sie unsere Bildungsinitiativen und tragen Sie zur Förderung eines außergewöhnlichen Handwerks bei – werden Sie Mäzen! Mehr Informationen unter: https://horopedia.org/de/der-kreis/
ÜBER HOROPEDIA
Die Horopedia-Stiftung wurde im Februar 2023 gegründet und als gemeinnützige Organisation anerkannt. Der Stiftungsrat setzt sich aus Philippe Dufour (Präsident), Dr. Helmut Crott, André Colard und Marc André Deschoux zusammen.
Die Stiftung verwaltet Horopedia.org, die erste Online-Videoenzyklopädie über Uhrmacherei. Die Plattform wurde 2022 gestartet und erhielt schnell breite Zustimmung innerhalb der Fachgemeinschaft.
Derzeit bietet Horopedia.org über 100 mehrsprachige Dokumentarfilme zu Themen wie Museen, Uhrmacherschulen, Uhrmacherwerkzeugen und -komponenten sowie den mechanischen Prinzipien, die Zeitmesser antreiben. Um die Bildungsmission zu stärken, enthält die Plattform visuelle pädagogische Materialien, die ein besseres Verständnis der bereitgestellten Informationen fördern. Die Website umfasst außerdem fast 1000 Seiten mit präzisen Definitionen von uhrmacherischen Fachbegriffen und faszinierenden historischen Anekdoten über bedeutende Erfindungen in der Horologie.
Horopedia.org beleuchtet alle Aspekte der faszinierenden Uhrenindustrie und bietet Ressourcen in Französisch, Englisch und Deutsch an. Sie enthält umfassende Definitionen von Werkzeugen und Komplikationen, 3D-Darstellungen von Uhrwerken sowie detaillierte Videoerklärungen zur Herstellung von Komponenten, deren Geschichte und Funktionen in einer Uhr. Ein spezieller Bereich der Website widmet sich uhrmacherischen Institutionen, einschließlich renommierter Schulen und Museen in der Schweiz und weltweit.
Kürzlich hat die Stiftung ihr ehrgeiziges Projekt vorgestellt: die Maison des Arts & de la Culture Horlogère (MACH). Mehr als nur ein Museum wird die MACH ein dynamischer Ort für Ausstellungen, Wissensaustausch und Dialog rund um die Kunst der Uhrmacherei sein. Im Herzen des Quartier des Banques gelegen, wird dieses 1.250 m² große Haus vier Stockwerke umfassen und didaktische, thematische sowie chronologische Ausstellungen bieten, ergänzt durch einen Bereich für Wechselausstellungen. Die Besucher werden zudem eine Boutique, ein Auditorium und verschiedene interaktive Bereiche genießen können, die darauf ausgelegt sind, Neugier zu wecken und zur Entdeckung anzuregen. Offen und lebendig gedacht, soll die MACH zum Kreuzungspunkt der Uhrmacherei in Genf werden.
