DAS ZEIGERSTELLRAD


Ein Zeigerstellrad ist ein einfaches Zahnrad, dessen Zweck es ist, die Energie der Krone (und damit der Aufzug-Stange) auf das Räderwerk zu übertragen, wenn die Krone herausgezogen und gedreht wird (Einstellung der Zeit). Der Mechanismus zur Zeiteinstellung kann eine oder mehrere Zeigerstellraden enthalten. Das Zeigerstellrad besteht normalerweise aus Stahl, und ihre Verzahnung erstreckt sich über die gesamte Höhe. Das Zeigerstellrad ist in der Mitte ihrer Achse durchbohrt und dreht sich um einen Zapfen, der in der Platine verankert ist. Wenn die Aufzug-Stange herausgezogen wird, gleitet das Schneckenrad bis zum Ende der Aufzug-Stange, und es greift dann in das ersten Zeigerstellrad ein. Oft folgt ihm eine zweite Zeigerstellrad, das dann direkt das Zifferblatt des Räderwerks antreibt.
Technisch gesehen ist das Zeigerstellrad ein Zahnrad in seiner einfachsten Form. Es handelt sich um einen einfachen gezahnten Stahlzylinder. Zahnräder waren bereits den Griechen im 6. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Die ersten bekannten mechanischen Zahnräder stammen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und erschienen in China. Mit den Zeigerstellraden (und Zahnrädern im Allgemeinen) haben sich die Uhrmacher darauf beschränkt, bekannte mechanische Prinzipien anzuwenden.
Man kann jedoch argumentieren, dass das Zeigerstellraden des Zeiteinstellmechanismus, wie wir sie heute kennen, in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit den aufeinanderfolgenden Erfindungen von Adrien Philippe (Aufzug am Pendant / 1842) und Antoine Le Coultre (Wipp-Aufzugmechanismus / 1847) erscheinen.
Ein Drehgang reicht aus, um eine Zeigerstellrad vollständig herzustellen. Das Drehen ist nicht sehr aufwendig. Man kann die Verzahnung leicht auf demselben Drehgang mit einem versetzten Fräser und einem Teilapparat schneiden. Die Endbearbeitung und das Polieren können ebenfalls mit demselben Drehgang durchgeführt werden.
Wie bei den meisten kreisförmigen Komponenten mit kleinem Durchmesser ist die Revolvermaschine die ideale Maschine zur Herstellung von Zeigerstellraden in beliebigen Mengen. Auf diese Weise kann man alle Operationen (Drehen, Schneiden) schnell und in einem einzigen Zyklus durchführen. Unabhängig von der gewünschten Qualität dauert die Bearbeitung einer Zeigerstellrad nach dieser Methode nur wenige Minuten.