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1. Die Drehbank (Schaublin 70)
2. Allgemeine Beschreibung
Manuell oder elektrisch, die Drehbank ist eine Bearbeitungsmaschine. Die Bearbeitung besteht darin, ein Bauteil zu formen, indem mit einem Schneidwerkzeug Material vom Rohmaterial abgetragen wird. Die Bearbeitungen, die die Drehbank ermöglicht, sind kreisförmig. Sie ist daher hauptsächlich zur Herstellung von kreisförmigen Werkstücken bestimmt (zylindrisch, konisch, konvex, konkav, mit Außen- oder Innendurchmessern).
3. Rohmaterial
Das Rohmaterial, das mit einer Drehbank bearbeitet werden soll, liegt (fast) ausschließlich in Form einer Stange oder eines Rohrs vor. Man befestigt die Stange aus Rohmaterial fest in der Mitte der rotierenden Achse der Drehbank (dem Spindelstock) mithilfe einer Spannzange oder eines Spannfutters. Der Spindelstock ist fest mit dem Achsengestell verbunden und perfekt darauf ausgerichtet (dem Drehbankbett), das als Halterung und Führung für die Schneidwerkzeuge dient (Stichel).
4. Vielfalt an Ergonomien und Anwendungen
Es gibt Drehbänke aus allen Epochen, in allen Größen und mit allen Komplexitätsgraden. Die kleinsten und einfachsten können in den Schraubstock eines Werktisches befestigt und manuell mithilfe eines Drehbogens angetrieben wurden. Eine solche Art von Drehbank wird heute noch häufig nach handwerklichen Fertigungsmethoden zur Herstellung von Bauteilen mit kleinem Durchmesser (Zahnräder, Zapfen usw.) eingesetzt. Die meisten Drehbänke werden heutzutage von Elektromotoren angetrieben, die ihren Spindelstock über einen Riemen- oder Zahnradantrieb antreiben.
5. Funktionsprinzip
Durch Betätigen des Drehbogens oder des Motors der Drehbank versetzt sich der Spindelstock in Rotation um seine eigene Achse und treibt so das Rohmaterial an. Im Gegensatz zu anderen Bearbeitungsmaschinen (Bohrmaschinen, Fräsmaschinen), dreht sich bei einer Drehbank das Material, während das Werkzeug „fest“ bleibt.
Bei der manuellen Arbeitsweise verwendet der Handwerker einen Handstichel, den er fest hält und dabei auf einer Auflage abstützt, die solide an der Bank der Drehbank befestigt ist. Je nach Modell der Drehbank oder den Abmessungen des zu bearbeitenden Bauteils wird der Stichel fest an einem Kreuzschlitten verschraubt, der seinerseits solide an der Bank der Drehbank befestigt ist. Dank Zahnstangen und eines präzisen Führungssystems ermöglicht der Kreuzschlitten das Verschieben des Stichels mithilfe von Kurbeln auf zwei Achsen. Durch die Kombination dieser beiden Achsen lassen sich die Tiefe und der Durchmesser jeder Drehbearbeitung präzise einstellen. Die Drehzahl der Drehbank ist einstellbar und wird an den verwendeten Werkstoff, dessen Abmessungen und den gewünschten Grad der Oberflächenbearbeitung angepasst. Die bei jedem „Durchgang“ des Stichels abgetragene Materialmenge ist ebenfalls entscheidend für die Präzision und die Oberflächenbeschaffenheit des Bauteils nach der Bearbeitung. Zusätzliche Werkzeuge ermöglichen das Fräsen auf einer Drehbank. In solchen Fällen bleibt das Bauteil in seiner Spannzange auf der Achse des Spindelstocks befestigt. Der Spindelstock wird dann ausgekuppelt, sodass er nicht mehr vom Motor angetrieben wird. Der Motor treibt in diesem Fall Riemen an, die einen am Kreuzschlitten der Drehbank befestigten Fräser betätigen. Ein Teilwerkzeug ermöglicht die Positionierung des Spindelstocks in präzisen, vordefinierten Winkelabständen. So ist es durchaus möglich, ein Rad vollständig auf einer Drehbank zu drehen (bearbeiten) und anschließend seine Verzahnung zu schneiden. Ein an der Bank der Drehbank befestigter Reitstock ermöglicht das Bearbeiten von Werkstücken zwischen Spitzen, das Ausführen von Bohrungen sowie verschiedene weitere Arbeitsgänge.
6. Verschiedene Drehbankarten
- Die Parallel-Drehbank
- Die automatische Drehbank (Drehautomat)
- Die Zapfendrehbank
- Die Uhrmacher-Drehbank
- Der Feststehende Drehstahl
- Die Revolverdrehbank
- Die Pantographendrehbank
- Die Guillochierdrehbank
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