Rundtischgespräch über die Mécanique d’Art
Die Fondation Horopedia nahm an einem Rundtischgespräch teil, das der Mécanique d’Art gewidmet war und am 12. November von der Association de la Mécanique d’Art in ihren Genfer Räumlichkeiten im Herzen der Stadt organisiert wurde.
Moderiert von Marc André Deschoux, Gründer von Horopedia, drehte sich die Diskussion um das Know-how der mechanischen Uhrmacherkunst und der Mécanique d’Art, wobei ihre Bedeutung für die Uhrenindustrie hervorgehoben wurde. Im Rahmen der Veranstaltung wurden drei Hauptthemen in Anwesenheit von prestigeträchtigen Teilnehmern.
Das erste Thema, „Was ist Kunstmechanik und warum sollte man sich darum kümmern?“, wurde von Denis Flageollet, Meisteruhrmacher und Gründer von De Bethune, Ryma Hatahet, Uhrmacherin für Kulturerbe, Fiona Krüger, Künstlerin-Designerin und Gründerin ihrer gleichnamigen Marke, sowie Pascal Simon, Archäologe, untersucht. Gemeinsam haben sie die Grundlagen der Kunstmechanik definiert und deren kulturelle und historische Bedeutung erläutert.
Das zweite Thema, „Was die Kunstmechanik heute bedeutet: Zusammenarbeit zwischen Kunsthandwerkern und Luxusmarken“, hat den regen Austausch zwischen François Junod, Automatenbauer und Bildhauer, Benoît Augsburger, Automatenbauer im Rahmen der Nachwuchsförderung, Eric De Rocquigny, Direktor für internationale Geschäfte und Métiers bei Van Cleef & Arpels, und Marie-Adélaïde Lo, Leiterin der Métiers d’Art bei Van Cleef & Arpels. Sie diskutierten darüber, wie diese Kooperationen die Luxusuhrenbranche bereichern und dabei ein außergewöhnliches handwerkliches Können bewahren.
Schließlich brachte das dritte Thema, « Wie könnte die Zukunft der Métiers d’Art aussehen? Welches Interesse besteht bei der neuen Generation?», Jean Arnault, Direktor von Louis Vuitton Watches, Victoire Halter, Schmuckdesignerin, Clara Martin, künstlerische Leiterin von Reuge, und Arthur Delattre, Werkzeugbauer, um über die Zukunft dieses Bereichs nachzudenken. Sie sprachen über die Herausforderungen und Chancen für die neue Generation und betonten die Bedeutung, diese Kunst im Zentrum der uhrmacherischen Innovationen von morgen weiterzuführen.
Seit 2020 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen, befinden sich diese Berufe an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Technologie. Diese komplexen Mechanismen sind in der Regel im Inneren der Werke verborgen, können aber auch sichtbar sein und den Objekten so eine ästhetische und poetische Dimension verleihen. Mit einer Geschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt, verkörpert dieses Know-how eine lebendige Tradition emblematisch für die Region des Jurabogens, die sich über die französisch-schweizerische Grenze erstreckt.
ÜBER HOROPEDIA
Die Stiftung Horopedia wurde im Februar 2023 gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Ihr Ziel ist es, mithilfe moderner Technologien zum langfristigen Erfolg und zur Sichtbarkeit der Uhrenindustrie beizutragen, indem sie das uhrmacherische Wissen, das Know-how sowie die im Laufe der Jahre angesammelten technischen und künstlerischen Kompetenzen teilt, ebenso wie jene, die derzeit erarbeitet werden. Der Stiftungsrat besteht aus Philippe Dufour (Präsident), Dr. Helmut Crott, André Colard und Marc André Deschoux.
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