DIE MASCHINEN
Von jahrhundertealten manuellen Werktisch-Maschinen, die in manchen zeitgenössischen Werkstätten noch häufig verwendet werden, bis hin zu den ausgefeiltesten digitalen Maschinen in Verbindung mit Hochtechnologien hat dieses Kapitel zum Ziel, die Gesamtheit der bei der Herstellung einer Uhr eingesetzten Maschinen aufzulisten. Die Funktionsprinzipien jeder Maschine, ihre Vor- und Nachteile sowie die von ihnen verarbeiteten Materialien werden darin ausführlich beschrieben, um das Verständnis der Funktionsweise von Uhren und ihrer Herstellung zu verbessern.
DER FESTSTEHENDE DREHSTAHL
Dieser Begriff bezeichnet eine Art manuell angetriebener Werktisch-Drehbänke, die besonders für die Bearbeitung der Konturen und Vertiefungen der Brücken und der Platinen.
DIE BEARBEITUNGSZENTREN
Hierbei handelt es sich um eine große Familie von Maschinen, die in der Lage sind, selbstständig eine definierte Abfolge von Bearbeitungsvorgängen mit unterschiedlichen Werkzeugen durchzuführen. Die Bearbeitungszentren entstanden in den 80er Jahren mit dem Aufkommen der Informatik und sind daher CNC-Maschinen (CNC = Computer Numeric Control)
DER DREHAUTOMAT
Der Drehautomat ist eine Drehbank automatisch. Sie erscheint zu Beginn des 20. Jahrhundert, und ihre Automatisierung wird seither mechanisch durch Nockensysteme gesteuert. Seit 1980 ermöglichen Elektronik und Informatik es, die Drehautomaten vollständig autonom numerisch zu steuern.
DIE FRÄSMASCHINE
Die Fräsmaschine ist eine motorisierte Bearbeitungsmaschine, die mit einer beweglichen rotierenden Spindel ausgestattet ist, die das Schneidwerkzeug (den Fräser) trägt, dessen Form an den ihr zugewiesenen Arbeitsgang angepasst ist.
DIE DRAHTEROSIONSMASCHINE
Es handelt sich um eine Maschine zum Schneiden des Profils (Kontur) der Bauteile. Die Elektroerosionsmaschine schneidet die Materialien leitenden Materialien durch Verbrennen des Materials mittels eines kontrollierten Lichtbogens. Sie wird für den Schnitt komplexer Profile, feiner und spröder Bauteile (Federn) sowie für Kleinserien und Prototypenbau geschätzt. Nur elektrisch leitende Materialien sind für diese Technologie geeignet.
DIE „GERADE LINIE“
Die Gerade Linie ist ein traditionelles mechanisches Instrument, das in der Guillochierung für die Gravur von linearen und sich wiederholenden geometrischen Mustern auf metallischen Oberflächen verwendet wird, insbesondere auf Zifferblättern und Uhrgehäusen. Diese im 18. Jahrhundert entstandene Maschine basiert auf einem System von Nocken, von Hebeln und Schlitten, die die kontrollierte Bewegung von einem Stichel entlang einer geradlinigen Bahn ermöglichen.
DIE BOHRMASCHINE
Die Uhrmacherei verwendet hauptsächlich Säulenbohrmaschinen unterschiedlicher Größe und Komplexität je nach ihrem Einsatzzweck. Neben dem Bohren werden sie häufig zum Gewindeschneiden oder für die Verzierung.
DIE STANZPRESSEN
Die Stanzpressen ermöglichen es, das Material zu schneiden, zu prägen und zu biegen (in der Regel Metall) mit Hilfe einer Matrize und eines Stempels. Die Stanzpressen können manuell oder hydraulisch betätigt werden. Je nach ihrer Bauweise und dem gewünschten Einsatzzweck können hydraulische Pressen automatisiert werden, um durch aufeinanderfolgende Schläge Arbeitsabläufe auszuführen (progressives Stanzen).
DIE DREHBÄNKE
Ob manuell oder motorisiert, Drehbänke sind Bearbeitungsmaschinen, deren bevorzugter Einsatz die Herstellung runder Werkstücke ist.
DIE GUILLOCHIERDREHBANK
Es handelt sich um eine handbetriebene Maschine, die zur Gravur konzentrischer geometrischer Muster bestimmt ist. Der Stichel wird durch eine Kombination von Nockenscheiben geführt, die der Guillocheur kombiniert, um das Muster der Gravur festzulegen. Historisch gesehen ist die Guillochierung eine Verzierung, die im Wesentlichen auf Boden von Uhrgehäuse sowie auf Zifferblätter angewendet wird.
DIE TAPISSERIE-DREHBANK
Die Tapisserie-Drehbank ist eine mechanische Maschine zur Guillochierung, die hauptsächlich zur Reproduktion komplexer dekorativer Muster auf Zifferblättern oder die Gehäuseböden. Dieses Werkzeug zeichnet sich durch seine einzigartige Fähigkeit aus, figürliche Motive originalgetreu wiederzugeben, die auf einer Matrize graviert sind und Tapisserie-Motive genannt werden, die der Technik ihren Namen geben.
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