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1. Der Zusammenbau eines Quarzuhrwerks (Video)

1. Der Zusammenbau eines Quarzuhrwerks (Video)

2. Der Zusammenbau eines mechanischen Uhrwerks (Video)

3. Einführung

Zur Herstellung aller Bestandteile einer Uhr sind zahlreiche Berufe erforderlich. Sobald diese hergestellt und dekoriert sind, obliegt es dem Uhrmacher, sie zusammenzubauen, zu regulieren und das einwandfreie Funktionieren der Uhr sicherzustellen.

Der Zusammenbau einer Uhr gliedert sich je nach ihrer Komplexität in zahlreiche Schritte. Aus Gründen der Effizienz und Logistik unterteilt die Uhrenindustrie den Zusammenbau einer Uhr in vier Schritte:

T0: Vormontage von Bauteilen (z. B. Ausschlagen der Steine und der Zapfen einer Werkplatte)

T1: Zusammenbau des Uhrwerks

T2: Anbringen des Zifferblatt, der Zeiger und Einschalen

T3: Wasserdichtigkeit und Anbringen des Armband

Im Verlauf des Prozesses wird eine variable Anzahl von Qualitätskontrollen (Funktionen, Regulierung, Ästhetik usw.) gemäß den Kriterien und Anforderungen des Herstellers durchgeführt.

4. Die Vormontage von Komponenten (T0)

Bevor mit dem Zusammenbau des Uhrwerk begonnen wird, müssen bestimmte Komponentengruppen vormontiert werden. So werden zum Beispiel die Zapfen und die Steine der Werkplatte und der Brücken. Bei Kleinserien oder industrieller Fertigung wird dieser Vorgang oft in Abschnitte unterteilt und spezialisierten Fachkräften anvertraut.

5. Der Zusammenbau des Uhrwerks (T1)

Sobald alle Komponenten eines Uhrwerks kontrolliert wurden, werden sie zu einem Kit zusammengestellt und dem Uhrmacher, der Uhrmacherin übergeben, der/die für den Zusammenbau des Uhrwerks zuständig ist. Die Reihenfolge des Zusammenbaus eines Uhrwerks entspricht in der Regel der Reihenfolge seiner kinematischen Kette (Federhaus, Zeigerwerk-Räderwerk, Hemmung, Regulierorgan…). Je nach Komplexität kann der Zusammenbau eines Uhrwerks bis zu mehreren Wochen Arbeit erfordern.

6. Das Anbringen des Zifferblatts (T2)

Der Zusammenbau des Uhrwerks fertiggestellt, wird es reguliert und die ersten chronometrischen Messungen werden durchgeführt. Es ist nun bereit, sein Zifferblatt (oder seine Zifferblätter) zu erhalten. Obwohl dieser Schritt einfach erscheinen mag, ist er wichtig und kann sich manchmal als heikel erweisen. Ein feines Zifferblatt aus Stein zerbricht bei der geringsten Spannung. Sauberkeit ist daher bis zur endgültigen Fertigstellung des Einschalens des Uhrwerks von größter Bedeutung. Zudem werden dieser Schritt und die folgenden häufig in Werkstätten durchgeführt, die sich in Bereichen mit kontrollierter Atmosphäre (ZAC) befinden. Dort werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur kontrolliert, die Luft wird gefiltert und die Werkstatt wird unter leichtem Überdruck gehalten, um jeglichen Staub oder unerwünschte Partikel aus dem Raum auszuschlagen

7. Das Anbringen der Zeiger (T2)

Das Anbringen der Zeiger folgt direkt der des Zifferblatts. Dieser Vorgang erfordert Sorgfalt und Sauberkeit. So müssen die Zeiger indexiert werden (z. B. müssen sich um Mitternacht der Stunden- und der Minutenzeiger perfekt überlagern und präzise auf ihren Index zeigen). Da der Abstand zwischen der Oberseite des Zifferblatts und der Unterseite des Glases begrenzt ist, müssen sich die Zeiger die Höhe genau und gleichmäßig teilen (z. B. teilen sich bei einem Schleppzeiger-Chronographen mindestens vier Zeiger die Mittelachse und laufen selbst über die exzentrischen Zeiger der verschiedenen Zähler).

8. Das Einschalen (T2)

Das Einschalen ist der Schritt, bei dem der Uhrmacher, die Uhrmacherin die Gesamtheit aus UhrwerkZifferblattZeiger an das Uhrgehäuse und schließt es wieder. Äußerste Sauberkeit und eine niedrige Luftfeuchtigkeit sind für den Erfolg dieses Vorgangs unerlässlich. In der Regel wird das Uhrwerk im Inneren des Bands des Mittelteils des Gehäuses befestigt (verschraubt). Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten, das Uhrwerk am Uhrgehäuse zu befestigen.

9. Die Kontrolle der Wasserdichtigkeit (T3)

Jede Fläche, die zwei Komponenten der Ausstattung verbindet (Gläser, Mittelteil des Gehäuses, Gehäuseboden, Lünetten, Krone, Drücker usw.) muss wasserdicht sein. Verschiedene Arten von Dichtungen und Klebstoffen können diese Rolle übernehmen. Ihre richtige Wahl und korrekte Anbringung gewährleisten eine optimale Wasserdichtigkeit.

10. Das Anbringen des Armbands (T3)

Dieser Schritt ist zwar nicht der technisch anspruchsvollste des Zusammenbauprozesses, aber er besiegelt die Fertigungsschritte einer Uhr und verleiht ihr ihre endgültige Identität.

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