DIE PRÄZISION
Die Präzision einer mechanischen Uhr beruht auf zwei wesentlichen Bedingungen. Die an die Hemmung übertragene Energie muss vollkommen regelmäßig sein. Die Regulierung muss unter allen Umständen und in allen Lagen stabil bleiben. Mehrere mechanische Komplikationen wurden entwickelt, um diesen beiden Anforderungen gerecht zu werden.
Das Tourbillon beherbergt die Hemmung und das Regulierorgan in einem sich kontinuierlich drehenden Käfig. Diese Vorrichtung gleicht Gangfehler in der Ganggenauigkeit die durch die Schwerkraft in vertikaler Position hervorgerufen werden. Das Karussell verfolgt dasselbe Ziel nach einem leicht abweichenden Prinzip. Sein Antrieb ist unabhängig vom Sekundenrad. Diese beiden Systeme zielen darauf ab, die Wirkung der Schwerkraft auf die Hemmung zu neutralisieren.
Der Remontoir schaltet einen Energiespeicher zwischen Antriebsfeder und Hemmung. Er liefert der Unruh einen konstanten Impuls, unabhängig von der variierenden Spannung der Feder. Die Konstantkrafthemmungen wenden ein ähnliches Prinzip direkt zwischen dem Hemmungsrad und dem Anker an. Diese Mechanismen verbessern die Gangregelmäßigkeit, ohne auf die Schwerkraft einzuwirken.
Die Resonanz nutzt ihrerseits ein natürliches und bemerkenswertes physikalisches Phänomen. Zwei Unruhen, die mit ähnlicher Frequenz oszillieren, neigen dazu, sich gegenseitig zu synchronisieren. Ihre Kopplung dämpft den Einfluss von Stößen und äußeren Störungen. Die Ganggenauigkeit wird dadurch über die Zeit deutlich verbessert.
DAS TOURBILLON
Sein Ziel ist es, den Auswirkungen der Erdanziehungskraft auf den Gang der Uhr entgegenzuwirken, wenn diese sich in einer vertikalen Position befindet. Es hebt diese Effekte auf, indem sich das Regulierorgan um seine Achse dreht, um einen mittleren Gang der verschiedenen vertikalen Positionen zu erzielen und so die Genauigkeit der Uhr zu optimieren.
DER REMONTOIR
Der Remontoir ist eine Komplikation, deren Zweck es ist, dem Uhrwerk einer Uhr eine konstante Energie zuzuführen, um eine optimale Genauigkeit zu gewährleisten. Indem er eine gleichmäßige Verteilung der von der Antriebsfeder gespeicherten Energie ermöglicht, gleicht er die Amplitudenschwankungen des Regulierorgans aus, die auftreten, wenn dessen Energie im Laufe des Abwickelns abnimmt.
DIE KONSTANTKRAFTHEMMUNG
Die Konstantkrafthemmung ist ein Präzisionsmechanismus, der der Unruh streng identische Energieimpulse liefert, unabhängig von der Spannung des Federhauses. Im Gegensatz zum Remontoir, der vorgeschaltet im Räderwerk wirkt, integriert sie die Energieregulierung direkt in die Hemmung selbst. Eine flexible Klinge oder eine kleine Zwischenfeder wird bei jedem Schlag durch das Räderwerk mit konstanter Spannung aufgeladen und entspannt sich anschließend, um stets einen identischen Impuls zu übertragen. Diese Konstanz bewahrt die Amplitude der Unruh und verbessert so die Gangregelmäßigkeit über die gesamte Gangreserve hinweg.
DIE RESONANZ
Dies ist ein physikalisches Phänomen, das auftritt, wenn zwei nahe beieinanderliegende Objekte (z. B. zwei Unruhen) mit ähnlichen Frequenzen schwingen. Durch Resonanz stimmen sich die Schwingungen der beiden Objekte auf eine gemeinsame mittlere Frequenz ab, und ihre jeweilige Amplitude nimmt zu. Ein besonders interessantes Phänomen, wenn es darum geht, die Frequenz (und damit die Genauigkeit) einer Uhr aufrechtzuerhalten.
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