DIE ZERTIFIZIERUNG VON CHRONOMETERN NACH DER NORM ISO 3159

Die 1976 von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) entwickelte Norm ISO 3159 ist die internationale Referenz zur Messung der Präzision mechanischer Uhren.

Sie garantiert, dass die Bezeichnung Chronometer auf objektiven Kriterien beruht, die nach einem strengen und reproduzierbaren Protokoll bewertet werden. Durch die weltweite Vorgabe eines einheitlichen Rahmens stärkt diese Norm die Glaubwürdigkeit der Zertifizierungen und würdigt das Know-how der Uhrmacher, Uhrmacherin, das auf der Beherrschung der Zeit beruht.

WAS IST DAS ZIEL DER NORM?

Das Hauptziel der ISO 3159 besteht darin, die Kontrollanforderungen festzulegen, die es ermöglichen, die Präzision von Chronometern unter standardisierten Prüfbedingungen zu bewerten.
Genauer gesagt zielt sie darauf ab:

  1. Präzision sicherstellen der Chronometer unter verschiedenen Einsatzbedingungen.
  2. Prüfmethoden vereinheitlichen, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen verschiedenen Modellen und Herstellern zu gewährleisten.
  3. Transparenz fördern in den Herstellungs- und Zertifizierungsprozessen, damit Nutzer Instrumente wählen können, die messbaren Zuverlässigkeitskriterien entsprechen.

    WIE LAUTET DAS TESTPROTOKOLL?

      Die in der Norm ISO 3159 festgelegten Prüfungen betreffen das Uhrwerk mechanischer Armbanduhren mit Unruh-Spirale. Das Protokoll erstreckt sich über fünfzehn Tage, während derer jedes Uhrwerk in fünf verschiedenen Lagen und bei drei Nenntemperaturen getestet wird: 8 °C, 23 °C und 38 °C.

      Nach diesen Prüfungen werden die Leistungen des Uhrwerks anhand mehrerer Kriterien berechnet (durchschnittlicher Gang, Abweichung, Wiederaufnahme, Einfluss der Temperatur usw.). Das bekannteste davon legt den Tagesgang durchschnittlichen zwischen –4 und +6 Sekunden pro Tag fest.

      WAS SIND DIE VORTEILE DER NORM ISO 3159?

        1. Präzisionsgarantie: Die nach der Norm getesteten Uhren erfüllen strenge Kriterien und gewährleisten so die Zuverlässigkeit der Zeitmessung.
        2. Internationale Harmonisierung: Durch die Anwendung eines weltweit einheitlichen Protokolls erleichtert die Norm den Vergleich und die Anerkennung chronometrischer Leistungen.
        3. Kontinuierliche Verbesserung: Die Festlegung messbarer Schwellenwerte veranlasst die Hersteller, die Qualität und Regelmäßigkeit ihrer Uhrwerke ständig zu optimieren.
        4. Offizielle Anerkennung: Uhren, die der Norm ISO 3159 entsprechen, können Gegenstand einer unabhängigen, international anerkannten Zertifizierung sein.

          WELCHE ZERTIFIZIERUNGSSTELLEN GIBT ES?

            In der Schweiz sind zwei Institutionen befugt, Chronometerzertifikate gemäß der Norm ISO 3159 auszustellen:

             

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