HOROPEDIA.ORG WIRD MIT NEUEN FUNKTIONEN UND VIDEOS ERWEITERT, UM DIE UHRMACHEREI AUF NEUE ART ZU ERLERNEN
Die Video-Enzyklopädie Horopedia.org entwickelt sich stetig weiter, um ein noch immersiveres und zugänglicheres Lernerlebnis zu bieten. In den letzten Wochen wurde die Plattform um drei Neuheiten bereichert: die Ergänzung um technische Pläne und 3D-Animationen, die Veröffentlichung interaktiver Filme zur Fertigstellung und zur Guillochierung sowie die Publikation eines exklusiven Interviews mit der Arbeitgeberkonvention der schweizerischen Uhrenindustrie, das ein besseres Verständnis ihrer Geschichte und ihrer institutionellen Rolle ermöglicht.
Technische Pläne und 3D-Animationen für ein besseres Verständnis
Die Seiten der Enzyklopädie werden nun um detaillierte technische Pläne und animierte 3D-Videos ergänzt, um das Lernen anschaulicher, intuitiver und für alle Zielgruppen zugänglicher zu gestalten.
Die Seite, die demAntriebsorgangewidmet ist und aus dem Kapitel über die mechanischen Grundprinzipien stammt, ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Die Illustrationen und 3D-Animationen ermöglichen es, die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Bauteilen präzise darzustellen und die wesentliche Rolle dieses Organs zu verstehen: die für den Betrieb des Uhrwerks notwendige Energie zu speichern und schrittweise abzugeben. Mit einem einfachen Klick können die 3D-Bilder vergrößert werden, sodass jedes Detail untersucht werden kann – eine Funktion, die für alle Geräte optimiert ist (Computer, Tablet oder Smartphone).
3D-Video zum Federhaus (Horopedia, 2025)
Diese neuen pädagogischen Hilfsmittel bieten eine klarere Darstellung der uhrmacherischen Mechanismen und erleichtern das Verständnis komplexer Konzepte, sei man Student, Fachmann oder einfach nur Liebhaber.
Interaktive Videos über die Fertigstellung und die Guillochierung
Seit September 2025 hat Horopedia neue interaktive Funktionen in seine Lehrfilme eingeführt.
Die ersten Videos, die davon profitieren, sind diejenigen, die der Fertigstellung gewidmet sind — ein Prozess, der sämtliche Regulierungsvorgänge der Hemmung umfasst und für die Präzision einer Uhr unerlässlich ist — sowie der Guillochierung, einer traditionellen Gravurtechnik.
Diese interaktiven Versionen ermöglichen es nun, direkt aus dem Video heraus auf ergänzende Inhalte zum Thema, dank integrierter dynamischer Schaltflächen. Die interaktiven Bereiche leuchten beim Überfahren mit der Maus auf, während rote und weiße Punkte in der Fortschrittsleiste erscheinen, um sie zu kennzeichnen. Durch Klicken auf diese Elemente kann der Nutzer das Video anhalten, um zusätzliche Informationen zu erkunden — zum Beispiel ein Erklärblatt zur Guillochierdrehbank — oder auch zu einer bestimmten Filmstelle zurückzukehren mithilfe der lupenförmigen Symbole, um einen bestimmten Arbeitsschritt der Fertigstellung erneut anzusehen.
Dank dieser interaktiven Funktionen wird das Lernen flüssiger, ansprechender und individueller gestaltet. Horopedia plant, dieses System schrittweise auf alle seine Videos auszudehnen, um jeden Inhalt miteinander zu verknüpfen — für eine Enzyklopädie, die immer lebendiger, lehrreicher und für alle zugänglich ist.
Interaktive Informationsbox zur Guillochierdrehbank integriert in das Video über die Guillochierung (Horopedia, 2025)
Eine exklusive Begegnung mit der Arbeitgeberkonvention
Das Team von Horopedia hatte kürzlich das Privileg, die Räumlichkeiten der Arbeitgeberkonvention der schweizerischen Uhrenindustrie (CP) in La Chaux-de-Fonds zu besuchen.
1937 gegründet, ist die CP eine der beiden Dachorganisationen der schweizerischen Uhrenindustrie. Während sich der Verband der Uhrenindustrie (FH) auf wirtschaftliche und kommerzielle Aspekte konzentriert, kümmert sich die CP um Arbeit, Beschäftigung und Berufsbildung.
In einem exklusiven Gespräch blickt Ludovic Voillat, Generalsekretär der Arbeitgeberkonvention, auf die Geschichte dieser Institution, ihre Verbindungen zum Bund und den Kantonen sowie auf ihre wichtigsten Aufgaben zurück:
• Gesamtarbeitsvertrag (GAV)
• Berufsbildung
• Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
• Kommunikation und internationale Beziehungen
Ein faszinierender Erfahrungsbericht, der die zentrale Rolle der Arbeitgeberkonvention bei der Bewahrung der Exzellenz, des sozialen Gleichgewichts und der Nachhaltigkeit des Schweizer Uhrmacherhandwerks aufzeigt.
►► Entdecken Sie jetzt Horopedia.org, erkunden Sie seine neuen Funktionen und lernen Sie grenzenlos über die Welt der Uhrmacherkunst!
►► Um unsere pädagogischen Aktivitäten zu unterstützen und zur Wertschätzung eines außergewöhnlichen Know-hows beizutragen, werden Sie Förderer! Weitere Informationen unter: https://horopedia.org/fr/cercle/
ÜBER HOROPEDIA
Die Stiftung Horopedia wurde im Februar 2023 gegründet und hat den Status der Gemeinnützigkeit erhalten. Der Stiftungsrat besteht aus Philippe Dufour (Präsident), Dr. Helmut Crott, André Colard und Marc André Deschoux.
Die Stiftung betreibt Horopedia.org, die erste Online-Videoenzyklopädie zur Uhrmacherkunst. Die Plattform wurde 2022 gestartet und erhielt innerhalb der Community rasch einhellige Unterstützung.
Bis heute mehr als 100 mehrsprachige Dokumentarfilme über Museen, Uhrmacherschulen, Uhrwerkzeuge und -komponenten sowie die mechanischen Prinzipien hinter ihrer Funktionsweise finden Sie auf Horopedia.org. Um ihre pädagogische Mission zu stärken, integriert die Plattform zudem visuelle Lehrmaterialien, um ein besseres Verständnis der bereitgestellten Informationen zu erleichtern. Die Website bietet nahezu 1000 Seiten mit detaillierten Definitionen von Uhrmacherbegriffen und historischen Anekdoten zu bedeutenden uhrmacherischen Erfindungen.
Horopedia.org behandelt akribisch alle Aspekte der faszinierenden Uhrmacherindustrie auf Französisch, Englisch und Deutsch. Die Seite bietet detaillierte Definitionen von Werkzeugen und Komplikationen, 3D-Bilder von Uhrwerken sowie ausführliche Video-Erklärungen zur Herstellung von Komponenten, ihrer Geschichte und ihren Funktionen in einer Uhr. Ein eigener Bereich der Website listet Uhrmacherinstitutionen auf, einschließlich Schulen und Museen in der Schweiz und weltweit.
Kürzlich hat die Stiftung ihr ambitioniertes Projekt: das Maison des Arts & de la Culture Horlogère (MACH). Mehr als ein Museum: Das MACH wird ein lebendiger Ort für Ausstellungen, Wissensvermittlung und Austausch rund um die Uhrmacherkunst sein. Im Herzen des Bankenviertels gelegen, wird sich dieses Haus mit 1’250 m² über vier Etagen erstrecken und didaktische, thematische und chronologische Ausstellungen bieten, ergänzt durch einen Bereich für Sonderausstellungen. Die Besucher können zudem einen Shop, ein Auditorium und verschiedene interaktive Bereiche nutzen, die konzipiert wurden, um die Neugier zu wecken und die Entdeckung zu fördern. Offen und lebendig gestaltet, soll das MACH der Knotenpunkt der Uhrmacherei in Genf werden.
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