DIE BEMALTEN ZIFFERBLÄTTER

Die bemalten Zifferblätter haben sich im Laufe des 20. Jahrhunderts weitgehend durchgesetzt. Heute findet man bemalte Zifferblätter in allen Preissegmenten.

Die Herstellung eines bemalten Zifferblatts beginnt mit seiner Basis, die in diesem Fall hauptsächlich aus Messing besteht. Die Zifferblattplatte kann gestanzt oder gefräst werden. Die verschiedenen Öffnungen (Fenster, Hilfszifferblätter usw.) und die verschiedenen Bohrungen (Durchführungen für Zeiger, eventuelle Füße für Aufgesetzte Indizes) werden in der Regel im selben Bearbeitungsvorgang durchgeführt. Eine Produktion durch Stanzen ermöglicht gegebenenfalls die Bearbeitung der Reliefs des Zifferblatts (Zählerschalen, Erhöhungen, sogar Index oder Ziffern) und/oder seiner Verzierung (geometrische, figürliche Muster usw.).

Das Fräsen bietet die gleichen Möglichkeiten und seine Vorgänge werden in der Regel in einem einzigen Zyklus durchgeführt. Die Zifferblattfüße werden anschließend angeschweißt. Dieser Schritt kann manuell erfolgen, mithilfe einer Maschine, die den Fuß perfekt positioniert und anschweißt, oder im industriellen Maßstab vollständig automatisiert.

Die Basis des Zifferblatts erhält anschließend ihre Veredelungen. Sandstrahlen, Kugelstrahlen, Satinierung, Kreisschliff, Sonnenschliff, Politur, Anglieren, ja sogar Gravur oder Genfer Streifen, die gesamte Palette der Dekorationen kann dort einzeln oder in Kombinationen vorkommen und dort handwerklich oder industriell ausgeführt werden.

Bevor das Zifferblatt lackiert wird, wird es in der Regel galvanisch behandelt (Rhodinierung oder Vergoldung), um eine gleichmäßige Grundfarbe zu erzielen und Oxidationsrisiken vorzubeugen. Die Farbe wird von Hand oder mit automatisierten Maschinen aufgespritzt. Für optimale Sauberkeit erfolgt die Lackierung meist in Kabinen, die sich in Bereichen mit kontrollierter Atmosphäre befinden (trockene, gefilterte Luft, leichter Überdruck usw.). Sobald sie getrocknet ist, wird ein Schutzlack (gegen Oxidation, UV usw.) aufgetragen, der gemeinhin als Zapon bezeichnet wird. Je nach gewähltem Zapon erhält das Zifferblatt ein mattes oder glänzendes Erscheinungsbild. Nach dem Trocknen des Zapons können die eventuellen Abziehbilder aufgebracht und die eventuellen Aufgesetzten Indexe (Zahlen, Index, Marke, Logo usw.) angebracht werden.

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