GETRIEBE
Ein Getriebe ist die Gesamtheit aus zwei im Eingriff stehenden Zahnrädern, die dazu dient, eine Uhrwerk-Drehbewegung zu übertragen und ihre Geschwindigkeit sowie ihr Drehmoment zu verändern. Es ist das Grundelement des Räderwerks eines Uhrmacher, Uhrmacherin-Uhrwerks. Im Allgemeinen greift ein kleines Rad — das Trieb — in ein größeres Rad ein; das Verhältnis ihrer Zähnezahlen (Übersetzungsverhältnis) bestimmt die Untersetzung: Das Zeigerwerk untersetzt die Energie des Federhauses zur Hemmung hin, indem es die Räder beschleunigt, während das Zeigerwerk, übersetzt hingegen ins Langsame, um die Verhältnisse 1/12 und 1/60 zwischen den Zeigern zu erhalten. Die Qualität eines Getriebes hängt vom Profil der Verzahnung ab (in der Uhrmacherei häufig evolventenförmig oder mit zykloidischem Profil), vom Lagerabstand, vom Betriebsspiel und vom Oberflächenzustand, die den Wirkungsgrad und die Sanftheit der Kraftübertragung bestimmen. Schlecht geschnittene Zähne, ein falscher Lagerabstand oder übermäßiges Spiel verursachen Blockierpunkte, Ruckeln oder sogar Auskämmen. Die Sorgfalt bei der Herstellung der Getriebe wirkt sich direkt auf den Wirkungsgrad des Uhrwerks aus, also auf die Amplitude der Unruh und die Genauigkeit.
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