EISEN
Eisen ist das chemische Element mit der Ordnungszahl 26 und dem Symbol Fe. Metall, grau, duktil und ferromagnetisch, wird es selten in reiner Form verwendet, bildet aber die Grundlage unzähliger Legierungen, die für die Industrie und die Uhrmacherei unverzichtbar sind. Mit Kohlenstoff legiert ergibt es Stähle und Schmelzen; in Verbindung mit Chrom, Nickel, Wolfram oder Molybdän bildet es rostfreie Stähle und Spezialstähle mit vielfältigen Eigenschaften. In der Uhrmacherei dienen Eisenlegierungen zur Herstellung von Federn, Zapfen, zahlreichen Bauteilen des Uhrwerks und von Gehäusen aus Stahl. Der ferromagnetische Charakter des Eisens erklärt auch die Empfindlichkeit bestimmter Bauteile gegenüber Magnetfeldern, die dem Phänomen der Magnetisierung zugrunde liegt, welches den Gang der Uhren stört. Die Beherrschung eisenbasierter Legierungen — von ihrer Zusammensetzung bis zu ihren Wärmebehandlungen — steht im Zentrum der Uhrmachermetallurgie und der Zuverlässigkeit der ZeitmesserZeit.
Eisen ist ebenfalls der Ursprung von Eisen-Nickel-Legierungen mit bemerkenswerten Eigenschaften für die Präzisionsuhrmacherei. Im Jahr 1895 entdeckte der Schweizer Physiker Charles-Édouard Guillaume, Sohn eines Uhrmachers, Invar (etwa 36 % Nickel), dessen Wärmeausdehnungskoeffizient nahezu null ist; anschließend entwickelte er Elinvar, dessen Elastizitätsmodul sich mit der Temperatur kaum verändert und das, da nicht magnetisch, zur Herstellung von Spiralfedern und Kompensationsunruhen geeignet ist. Diese Arbeiten, die 1920 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurden, ermöglichten es, den sogenannten „Mitteltemperatur“-Fehler von Marinechronometern und später von Armbanduhren zu verringern, bevor Legierungen wie Glucydur oder Nivarox aufkamen. Der Curiepunkt von reinem Eisen liegt bei etwa 770 °C und markiert die Temperatur, oberhalb derer es seine ferromagnetischen Eigenschaften verliert. Um mehr zu erfahren: Biografie von Charles-Édouard Guillaume (Nobelstiftung).
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