ROLLE
In der Uhrmacherei ist die Rolle ein kleines rotierendes Teil in zylindrischer oder konischer Form, hergestellt aus einem harten und verschleißfesten Werkstoff — synthetischer Korund (Rubin), gehärteter Stahl oder hartes Metall. Ihre Funktion besteht darin, eine Gleitreibung durch eine deutlich weniger dissipative Rollreibung zu ersetzen: Indem sie rollt statt gleitet, minimiert die Rolle die Energieverluste und den Verschleiß am Kontaktpunkt. Man findet sie insbesondere in bestimmten automatischen Aufzugsmechanismen (Rollenumkehrgetriebe), bei denen in einer Richtung blockierte und in der anderen freie Rollen die Schwingungen des Rotors in eine unidirektionale Drehung umwandeln, sowie in verschiedenen Vorrichtungen, in denen eine Rolle als Abtaster einer Kurvenscheibe oder als Rolllager. Der Einsatz der Rolle veranschaulicht ein ständiges Anliegen der Uhrmacherei: Reibungen zu reduzieren, um die Leistung und Langlebigkeit zu verbessern, indem man, wo immer möglich, das Rollen dem Gleiten vorzieht. Ihre Härte und ihre Politur bestimmen ihre Effizienz und Haltbarkeit.
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