UNPLANHEIT
Die Unplanheit ist ein Fehler der Rotationsebenheit: Er zeigt sich, wenn ein Rad oder eine Unruh sich nicht in einer vollkommen zu ihrer Achse senkrechten Ebene dreht, sondern sich „verzieht“ und bei jeder Drehbank leicht auf und ab schwankt, ähnlich einem verzogenen Teller. Das Werkstück weist somit einen Ebenheitsfehler auf, im Gegensatz zur Unrundheit, die die Konzentrizität betrifft (seitlicher Fehler). Bei einer Unruh bringt eine Unplanheit das Organ aus dem Gleichgewicht und kann Reibungen an den Steinen oder benachbarten Brücken verursachen; bei einem Rad stört sie den Eingriff. Man kontrolliert die Ebenheit — und erkennt eine Unplanheit —, indem man das bewegliche Teil zwischen den Spitzen eines Rundlaufzirkels, oder auf dem Stichel, wobei die axiale Verschiebung der Peripherie beobachtet wird. Der Fehler resultiert aus einem unvollkommenen Einpressen, einer verzogenen Achse oder einem Stoß. Seine Korrektur durch sorgfältiges Richten erfordert Methodik, um die Planheit wiederherzustellen, ohne eine Unrundheit zu erzeugen.
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