DIE WERKZEUGE ZUM SETZEN DER ZEIGER

Werkzeug zum Setzen der Zeiger

Wozu werden die Werkzeuge zum Setzen der Zeiger verwendet?

Als Werkzeuge zum Aufsetzen der Zeiger bezeichnet man die manuellen Drücker, die dazu bestimmt sind, die Zeiger auf ihren jeweiligen Sitzen zu befestigen — Minutenrohr für den Minutenzeiger, Stundenrad für den Stundenzeiger, Zapfen des Sekundenrads für den Sekundenzeiger usw. — im letzten Schritt der Ausstattung des Uhrwerks. Obwohl diese Arbeit mit einfachen, handgeführten Instrumenten ausgeführt wird, verlangt sie dennoch absolute Präzision: Der Zeiger, der mit Fettreibung auf sein Rohr aufgesetzt wird, muss vollkommen eben eingedrückt werden, ohne dass sich seine Zeigerfläche verformt oder das darunterliegende Zifferblatt Spuren aufweist. Die Bewegung duldet weder ein seitliches Verrutschen noch übermäßigen Druck, sowie einen genau senkrecht zur Zifferblattebene ausgeübten Druck, was die Existenz einer eigenen Werkzeugfamilie rechtfertigt, die auf jeden Zeigertyp und jede Zeigergröße abgestimmt ist.

Der Zeigerdrücker präsentiert sich klassischerweise in Form eines dünnen zylindrischen Stabes, meist mit zwei aktiven Enden, der auf einem Griff montiert ist, welcher eine geschmeidige und präzise Handhabung ermöglicht. Jedes Ende weist ein kleines zentrales Loch auf, das in ein Plättchen aus geeignetem Material — Messing, Delrin, Peek oder Nylon — gebohrt und angefast ist, kalibriert auf den Durchmesser des Rohrs des zu montierenden Zeigers. Das doppelte Ende ermöglicht die Bedienung zweier unterschiedlicher Durchmesser, beispielsweise jener des Stundenzeigers und des Minutenzeigers; die Griffe sind häufig farbig gekennzeichnet oder markiert, um die zu jedem Werkzeug gehörende Größe rasch zu identifizieren.

Diese Drücker werden einzeln oder als Sätze verkauft, meist in einem Koffer präsentiert, der die gängigen Kaliber abdeckt, von den sehr feinen Durchmessern der Zeiger der kleinen Sekunde oder des Chronographen bis hin zu größeren Abmessungen.

Die Werkzeuge zum Aufsetzen der Zeiger kommen erst im allerletzten Stadium des Zusammenbaus des Uhrwerks zum Einsatz, nach dem Zusammensetzen des Räderwerks, dem Aufsetzen des Zifferblatts und der Vorbereitung der Zeiger. Der Handgriff wird von Hand am Werktisch ausgeführt, wobei der Uhrmacher bzw. die Uhrmacherin das Uhrwerk mit einer Hand hält und mit der anderen den Drücker senkrecht ansetzt, während er bzw. sie mit der Lupe die Planlage und die Zentrierung jedes Zeigers überwacht. Die richtige Wahl des Durchmessers, die Sauberkeit der Drückerspitze und die Gleichmäßigkeit des Drucks bestimmen das Ergebnis: Ein falsch aufgesetzter Zeiger verzieht sich, streift am Zifferblatt oder am Glas, behindert den Durchgang der anderen Zeiger oder löst sich im Betrieb rasch wieder.

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