GLOCKE
In der Uhrmacherkunst umfasst das Wort Glocke zwei unterschiedliche Bedeutungen. Es bezeichnet zunächst das klangerzeugende Element von Uhren und Pendeluhren: Die Glocken ermöglichen das Schlagen der Stunden und Halbstunden, während Glockenspiele mehrere davon vereinen, um Melodien zu spielen. Um einen reinen und angenehmen Klang zu erzeugen, müssen diese Glocken perfekt gestimmt sein; ihre Form, ihre Legierung (Glockenbronze) und ihre Dicke bestimmen die Tonhöhe und den Klang des Tons. Bei Schlagwerkuhren wurden die Glocken übrigens durch Tonfedern ersetzt, Metallstreifen, die um das Uhrwerk gewickelt sind, was kompakter ist. Der Begriff bezeichnet anschließend ein Zubehörteil des Werktisch: die Glocke aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff, unter der der Uhrmacher, Uhrmacherin ein in Arbeit befindliches Uhrwerk platziert, um es vor Staub zu schützen. In beiden Fällen verweist die Glocke auf eine charakteristische Form, die mal dem Klang, mal der für die Uhrmacherarbeit unerlässlichen Sauberkeit dient.
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