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1. Allgemeine Beschreibung

Ein Zwischenrad ist ein einfaches Getriebe, dessen Zweck es ist, die Energie von der Krone (und somit von der Aufzugwelle) auf das Zeigerwerk wenn die Krone herausgezogen und in Drehung ist (Zeigerstellung). Der Zeigerstellmechanismus kann ein oder mehrere Zwischenräder umfassen. Das Zwischenrad ist im Allgemeinen aus Stahl und seine Verzahnung nimmt seine gesamte Höhe ein. Das Zwischenrad ist in der Mitte seiner Achse durchbohrt und dreht sich auf einem in die Werkplatte eingepressten Zapfen. Wenn die Aufzugwelle herausgezogen wird, gleitet der Kupplungstrieb bis zum Ende der Aufzugwelle und greift von nun an in das erste Zwischenrad ein. Ein zweites Zwischenrad folgt oft und treibt dann direkt die Scheibe des Minutenrads (Wechselrad) an.

Je nach Mechanismus kann das Zwischenrad eine multiplikative oder untersetzende Rolle spielen. Die Anzahl der Zwischenräder eines gleichen Räderwerks kann auch so gewählt werden, dass das letzte Getriebe des Räderwerks in eine bestimmte Drehrichtung angetrieben wird.

Zwischenräder FR

Abbildung 1

Kombination von zwei Zeigerstellzwischenrädern

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Abbildung 2

Kinematik des Zeigerstellmechanismus

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2. Geschichte

Technisch gesehen ist das Zwischenrad ein Getriebe in seiner einfachsten Form. Es handelt sich um einen einfachen gezahnten Zylinder aus Stahl. Zahnräder waren den Griechen bereits im 6. Jahrhundert vor Christus bekannt. Die ersten bekannten mechanischen Zahnräder stammen aus dem 4.Jahrhundert vor Christus und entstanden in China. Bei den Zwischenrädern (und Getrieben im Allgemeinen) haben sich die Uhrmacher damit begnügt, bekannte mechanische Prinzipien anzuwenden.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Zwischenräder des Zeigerstellmechanismus, wie wir sie heute kennen, in der Mitte des 19e Jahrhunderts mit den aufeinanderfolgenden Erfindungen von Adrien Philippe (Kronenaufzug / 1842) und von Antoine Le Coultre (Aufzugsmechanismus mit Wippe / 1847) auftauchen.

3. Handwerkliche Herstellung eines Zwischenrads

Eine Drehbank genügt, um ein Zwischenrad vollständig herzustellen. Die Drehvorgänge sind wenig zahlreich. Man kann die Verzahnung leicht auf derselben Drehbank mit Hilfe eines versetzten Fräsers und einer Teilscheibe schneiden. Die Endbearbeitungen und die Politur können ebenfalls mit derselben Drehbank durchgeführt werden.

4. Industrielle Herstellung eines Zwischenrads

Wie bei den meisten kreisförmigen Bauteilen mit kleinem Durchmesser ist der Drehautomat die ideale Maschine, um Zwischenräder in beliebigen Mengen herzustellen. So können alle Arbeitsschritte (Drehen, Verzahnen) schnell und in einem einzigen Zyklus ausgeführt werden. Unabhängig von der gewünschten Qualität dauert die Bearbeitung eines Zwischenrads nach dieser Methode nur wenige Minuten.

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