FALSCHER ZAPFEN

Der falsche Zapfen, auch Zapfen-Lehre, ist ein Messinstrument in Form eines Zapfens, das zur Kontrolle des Durchmessers von Löchern dient, insbesondere jener der Uhrensteine. Es liegt in Form von Sortimenten vor: eine Reihe kalibrierter Zapfen, deren Durchmesser in sehr feinen Abständen zunehmen, oft in der Größenordnung einiger Mikrometer (zum Beispiel 0,0025 mm). Indem man die falschen Zapfen nacheinander in ein Loch einführt, bis man denjenigen findet, der hineinpasst, bestimmt der Uhrmacher, Uhrmacherin genau die Maßzahl der Bohrung oder der Fassung, um einen Zapfen oder einen Stein mit dem gewünschten Satz einzupassen. Dieses Werkzeug veranschaulicht die feine Messtechnik, die der Uhrmacherei eigen ist, wo die Kontrolle der Innendurchmesser entscheidend für die Qualität der Funktion ist: ein zu weites Loch erzeugt Satz und Vibrationen, ein zu enges Loch blockiert das Rädchen. Einfach, aber von großem Nutzen, ergänzt der falsche Zapfen das Sortiment der Lehren des Werktisch.

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