GRAT
Der Grat ist der überschüssige Werkstoff, der bei Bearbeitungs- und Schneidvorgängen an den Kanten eines Werkstücks verdrängt wird: Bohren, Fräsen, Verzahnen, Feilen oder Schneiden. Er zeigt sich in Form eines feinen Grats oder einer unregelmäßigen Kante, die über das gewünschte Profil hinausragt. In der Uhrmacherei, wo die Toleranzen minimal sind, ist der Grat unerwünscht: Er behindert den Zusammenbau, stört den Eingriff der Verzahnungen, hält Verunreinigungen zurück und kann sich lösen, um das Uhrwerk zu verunreinigen. Seine Beseitigung, das sogenannte Entgraten, stellt daher einen systematischen Schritt der Endbearbeitung dar. Sie erfolgt mit Hilfe von Feilen, Polierstählen, Schleifmitteln oder mechanischen und chemischen (tribologischen) Verfahren, die für kleine Teile geeignet sind. Über den funktionalen Aspekt hinaus trägt das Fehlen von Grat zur wahrgenommenen Qualität eines Bauteils bei und bereitet die Oberflächen für Verzierungsvorgänge vor, wie das Anglieren. Grat zu kontrollieren und zu entfernen, gehört sowohl zur Sorgfalt der Fertigung als auch zu den Anforderungen des Kontrolle der Qualität.
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