KALOTTE
Die Kalotte ist ein kleiner, meist runder Behälter mit Deckel, der dazu bestimmt ist, ein Uhrwerk zwischen zwei Fertigungs- oder Revisionsschritten zu schützen und aufzubewahren — nach der Qualitätskontrolle, vor dem Einschalen oder bei Werkstattarbeiten wie Reinigung oder Zwischenlagerung. Sie schützt die empfindlichsten Bauteile vor Verschmutzung, Stößen und Oxidation. Lange Zeit wurde sie aus Aluminium, ein leichter, kostengünstiger Werkstoff, der beim Kontakt mit den Teilen wenig abrasiv wirkt, wird die Kalotte heute meist aus transparentem Kunststoff gefertigt, wodurch sich ihr Inhalt identifizieren lässt, ohne sie öffnen zu müssen und somit ohne das Uhrwerk dem Umgebungsstaub auszusetzen. Die Abmessungen der Kalotten werden zunehmend nach dem Durchmesser des Uhrwerks normiert, angegeben in Linien oder Millimetern, was ihre Einbindung in Fertigungsstraßen, automatisierte Fördersysteme und eingerichtete Arbeitsplätze erleichtert. Die Kalotte, ein abnehmbarer Behälter für den Transport und die Lagerung des kompletten Uhrwerks, unterscheidet sich somit von Schutzvorrichtungen, die während eines punktuellen Bearbeitungs- oder Finissiervorgangs direkt an einem einzelnen Bauteil angebracht werden.
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