DER GEHÄUSEÖFFNER MIT KLINGE

GEHÄUSEÖFFNER MIT KLINGE

Was ist ein Gehäuseöffner in der Uhrmacherei?

Der Gehäuseöffner mit Klinge, auch Uhrmachermesser genannt, bezeichnet das einfachste Instrument zum Öffnen von Uhrgehäusen. Er ist für Gehäuse mit Klipp-Gehäuseboden bestimmt, deren Druckverschluss auf dem dichten Eingriff einer umlaufenden Lippe in eine Kehle im Mittelteil des Gehäuses beruht. Dabei wird das Ende der Klinge in diese Rille eingeführt und anschließend eine leichte Hebelbewegung ausgeübt, um den Gehäuseboden zu lösen und den Zugang zum Uhrwerk zu öffnen.

Das Instrument besteht aus einer flachen Klinge aus rostfreiem Stahl, die auf einem Griff montiert ist. Die Klinge ist bewusst dick und starr, mit vollem Rücken, und ihre Schneide ist nicht geschärft: Es handelt sich um eine abgerundete oder leicht abgeschrägte, polierte Kante, deren Funktion nicht das Schneiden ist, sondern das saubere Eingreifen in die Kehle des Gehäusebodens, ohne diesen zu markieren. Je nach Form und Tiefe der zu lösenden Rille gibt es mehrere Profile.

Die Ausführung erfolgt, indem die Uhr mit einer Hand gehalten wird, das Gehäuse auf einer weichen Unterlage oder einem Servicekissen aufliegt, die Klinge flach auf den Mittelteil des Gehäuses angesetzt und anschließend durch eine mäßige Drehung des Handgelenks eingeführt wird, bis sich der Gehäuseboden abhebt. Der häufigste Fehler ist das Abrutschen der Klinge an der Seite des Mittelteils des Gehäuses, wodurch eine feine Spur entsteht.

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