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1. Allgemeine Beschreibung

Die Hörner sind die Befestigungselemente des Armbands am Uhrgehäuse. Sie sind in den allermeisten Fällen fest verbunden mit dem Mittelteil des Gehäuses und aus demselben Werkstoff gefertigt. Sie eignen sich zur Befestigung von Armbändern aus allen Materialien (Leder, Metall, synthetische Materialien usw.). Es gibt jedoch alternative Methoden zur Befestigung des Armbands am Uhrgehäuse.

Armbänder aus Edelmetallen werden manchmal ohne Zwischenelement direkt an das Mittelteil des Gehäuses geschweißt. Schließlich verlangt der Stil bisweilen eine einzige zentrale Befestigung anstelle der beiden seitlichen Hörner.

Eher anekdotisch sind bestimmte Konstruktionen, bei denen die Hörner am Gehäuseboden befestigt oder aus demselben Materialblock wie dieser gefertigt sind.

2. Geschichte

Es dauerte mehr als ein Jahrhundert, bis sich die Armbanduhr durchsetzte und schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Taschenuhr ablöste. Ursprünglich war die Armbanduhr hauptsächlich für Frauen bestimmt. Die Uhrmacher, Uhrmacherinnen begnügten sich damals oft damit, Drahtösen an eine kleine Taschenuhr zu schweißen, um daran ein Armband zu befestigen. Die ersten Hörner erschienen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Der große Vorteil dieses Systems ist die einfache Austauschbarkeit des Armbands. In vielen Fällen liefert die Gestaltung des Horns daher wertvolle Hinweise auf die Periode der Herstellung der Uhr.

3. Handwerkliche Herstellung von Hörnern

Heute ist die rein handwerkliche Herstellung von Uhrgehäusen zur Ausnahme geworden. Je nach Gestaltung und Komplexität des Horns verwendet der Handwerker bei dieser Methode eine Fräsmaschine, die ihm in der Regel genügt, um das Horn vollständig zu formen. Die Hörner werden dann mithilfe einer Schablone angeschweißt oder manchmal am Mittelteil des Gehäuses verschraubt. Die Verzierung (Satinierung, Politur usw.) der Hörner erfolgt in der Regel, bevor sie am Mittelteil des Gehäuses befestigt werden. Je nach Design und Konstruktion des Uhrgehäuses kann sie jedoch auch erfolgen, nachdem die Hörner mit dem Mittelteil des Gehäuses verbunden wurden.

4. Halbindustrielle Herstellung von Hörnern

Die hier beschriebene Methode kann auch im industriellen Maßstab angewendet werden. Je nach Design des Uhrgehäuses, seiner Konstruktion und den verwendeten Materialien kann man sie der industriellen Methode vorziehen.

Als halbindustriell gilt die Herstellung der Hörner und des Mittelteils des Gehäuses aus einem Stück durch spanende Bearbeitung. Diese Methode minimiert die Produktionskosten, insbesondere die im Zusammenhang mit dem Schweißen der Hörner an das Mittelteil des Gehäuses. Die Einheit aus Hörnern und Mittelteil des Gehäuses ist homogener und stabiler als wenn diese angesetzt werden. Diese Methode birgt jedoch das Risiko, wenig elegante Fräsradien am Übergang zwischen dem Mittelteilband und den Hörnern zu hinterlassen.

5. Industrielle Herstellung von Hörnern

Sie besteht darin, die Hörner und das Mittelteil des Gehäuses aus einem Stück herzustellen durch Stanzen. Je nach Design des Uhrgehäuses, seiner Konstruktion und den Materialieneingesetzten Techniken kann sie je nach Produktionsvolumen auch als halbhandwerklich betrachtet werden. Die durch diese Methode erzielte Qualität ist optimal (kein Fräsradius); das Mittelteil des Gehäuses und die Hörner bilden eine Einheit und sind somit stabil. Die Herstellungskosten sinken mit steigendem Produktionsvolumen. Aufgrund der hohen (aber einmaligen) Werkzeugkosten erfordert diese Methode ein Mindestproduktionsvolumen, um rentabel zu sein, und erlaubt keine Verwendung unterschiedlicher Materialien für Hörner und Mittelteil des Gehäuses.

6. High-Tech-Produktion von Hörnern

Wie so oft in der Uhrmacherei sind neue Fertigungstechnologien eng mit dem Auftauchen neuer Materialien verbunden. Saphir und Verbundwerkstoffe haben sich in der Uhrenausstattung weitgehend durchgesetzt und neue Herstellungsmethoden erforderlich gemacht. Spritzguss, Zerspanung, Werkzeuge oder Politur unterliegen so einer ständigen Weiterentwicklung, um diese neuen Materialien zu bearbeiten und dabei den technischen und ästhetischen Anforderungen eines Uhrgehäuses gerecht zu werden.

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