GEWINDEGANG
Der Gewindegang bezeichnet die Gesamtheit der Gewinde — die schraubenförmigen Erhebungen — aus denen eine Schraube besteht, sowie im weiteren Sinne den Vorgang, sie herzustellen. Jedes Gewinde bildet eine Helix, die um den zylindrischen Schraubenkörper gewickelt ist; der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gewinden, gemessen parallel zur Achse, bildet die Steigung der Schraube. Man unterscheidet das Außengewinde, das der Schrauben und Stifte, vom Innengewinde, oder Gewindeschneiden, das in ein Loch eingebracht wird, um die Schraube aufzunehmen. In der Uhrmacherei erreichen die Gewindegänge eine extreme Feinheit und unterliegen berufseigenen Normen, die die Austauschbarkeit der Schrauben gewährleisten, winzig, aber unentbehrlich für den Zusammenbau der Brücken, der Zifferblätter und der Ausstattung. Der Gewindegang wird mit Hilfe von Schneideisen und Gewindebohrern hergestellt, oder durch „Décolletage“. Ihre Qualität — Regelmäßigkeit der Steigung, Schärfe der Gewinde, Abwesenheit von Grat — bestimmt die Haltbarkeit des Zusammenbaus und die Möglichkeit, ein Teil zu demontieren und wieder zu montieren, ohne es zu beschädigen.
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