INVAR

Invar ist eine Legierung, die zu etwa 64 % aus Eisen und 36 % aus Nickel besteht und sich durch ihren sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizient aus: Ihre Abmessungen ändern sich nur äußerst wenig mit der Temperatur. Er wurde von dem Schweizer Physiker Charles-Édouard Guillaume entwickelt, dessen Arbeiten über Eisen-Nickel-Legierungen ihm 1920 den Nobelpreis für Physik einbrachten. Diese Maßstabilität macht Invar zu einem Werkstoff, der für die Chronometrie von unschätzbarem Wert ist: eingesetzt in Unruhen und vor allem in den Stangen des Pendels von Präzisionsuhren, beseitigt er größtenteils die Gangabweichungen, die durch Temperaturänderungen verursacht werden und die Metalle gewöhnlichen. Eine verwandte Legierung, das Elinvar — ebenfalls von Guillaume —, weist zudem einen nahezu konstanten Elastizitätsmodul auf und wurde für Spiralfedern verwendet. Diese Erfindungen stellten einen entscheidenden Fortschritt im Kampf gegen den Einfluss der Temperatur auf die Zeitmesser dar, die lange Zeit eines der Haupthindernisse für die Präzision waren.

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