ELASTIZITÄT
Die Elastizität ist die mechanische Eigenschaft eines Werkstoffs, seine ursprüngliche Form und Abmessungen nach Wegfall der Beanspruchung, die ihn verformt hatte, wiederzuerlangen, vorausgesetzt, die Verformung bleibt unterhalb der Elastizitätsgrenze. In der Uhrmacherei ist diese Eigenschaft entscheidend für Bauteile, deren Funktion auf einem wiederkehrenden Zyklus von Verformung und Rückstellung beruht.
Die Spirale ist das Paradebeispiel dafür: Im Wechsel von Biegung und Dehnung durchläuft sie Millionen von Zyklen, ohne sich dauerhaft zu verformen. Die Zugfeder, die Klinge der Aufhängung eines Pendels, die Federn des Sperrkegels und Rückerwerk funktionieren nach demselben Prinzip.
Der Elastizitätsmodul (E) quantifiziert die Steifigkeit eines Werkstoffs im elastischen Bereich: je höher sie ist, desto starrer ist der Werkstoff bei gleicher Verformung. Die Elastizitätsgrenze bestimmt die Lebensdauer der Federn: eine zu starke Beanspruchung führt zu einer irreversiblen bleibenden Verformung, die die Funktion des Kalibers beeinträchtigt.
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