KALIBER
Das Kaliber bezeichnet ursprünglich die Architektur eines Uhrwerks: die Anordnung der Brücken auf der Werkplatte, die Anordnung des Räderwerks und die allgemeinen Abmessungen des Ganzen.
Im weiteren Sinne bezeichnet das Wort ein bestimmtes Uhrwerksmodell, das durch eine für jede Manufaktur eigene Referenz gekennzeichnet ist. Das Kaliber zeichnet sich insbesondere durch seine Form, seinen in Linien oder Millimetern angegebenen Durchmesser, seine Höhe, seine Frequenz, seine Gangreserve und seine eventuellen Komplikationen aus.
Man spricht von einem Formkaliber, wenn es nicht rund ist, und von einem Manufakturkaliber, wenn es intern entworfen und hergestellt wird.
Die Wahl oder Entwicklung eines Kalibers bestimmt die gesamte Konstruktion der Uhr, denn sie legt den Platzbedarf, die Leistungen und die technische Persönlichkeit der Uhr fest. Die Untersuchung eines neuen Kalibers bindet Ingenieure und Uhrmacher rund um die Werkplatte, die Brücken und das Regulatororgan ein, auf der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Zuverlässigkeit, Präzision, Feinheit und Ästhetik.
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