DIE AMPLITUDE
Die Amplitude drückt die Differenz zwischen den Extremwerten einer Grösse (einer Welle) aus.
Die Amplitude im Uhrwerk
Bei den Gang- und Präzisionsmessungen einer mechanischen Uhr drückt die Amplitude den vom Unruh zurückgelegten Winkel zwischen dem Toten Punkt (Gleichgewichtslage) und ihrer Extremposition aus, also den während einer halben Halbschwingung zurückgelegten Winkel (Abbildung 1).
Abbildung 1
Messmethoden
Sie wird mit einer Zeitwaage (akustische Messung; Abbildung 2) oder, seltener, mit optischen Mitteln.
Abbildung 2 – Auf einer Zeitwaage gemessene Amplitude (272°)
Werte
Die Amplitude der Unruh hängt direkt von der durch das Antriebsorgan übertragenen Energie ab: Sie nimmt ab, sobald diese Energie sinkt.
Eine hohe Amplitude ist ein entscheidendes Qualitätskriterium, da sie die Empfindlichkeit der Unruh-Spirale gegenüber äusseren Einflüssen – Stösse, Beschleunigungen und Gravitationskräfte – verringert und so zur chronometrischen Präzision der Uhr beiträgt.
Die Amplitude einer Unruh-Spirale wird jedoch durch die Konstruktion begrenzt (maximal 280°–300° je nach Hebungswinkel). Über diesen Werten hinaus verursacht ein Prellen ein Durchgehen des Oszillators und einen übermässigen Vorlauf.
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