GRUBENGESCHMOLZEN
Grubenschmelz ist die am weitesten verbreitete Technik der Gravur. Der Begriff – wörtlich „erhobenes Feld“ – bezeichnet jedes Verfahren, bei dem das Motiv durch Aushöhlen des Materials um oder innerhalb einer Zeichnung entsteht, sodass diese im Vergleich zur ursprünglichen Oberfläche des Metalls vertieft erscheint. Der Graveur, Graveurin entfernt das Material mit Hilfe von Stichel und Meißel und legt die Grundflächen frei, um die Linien hervorzuheben. In der Emailkunst bezeichnet Grubenschmelz genauer die Technik, bei der Vertiefungen in das Metall eingebracht und anschließend mit Email gefüllt werden, vor dem Brennen und der Politur: Das Email legt sich in die ausgesparten Vertiefungen, während die Metallstege das Motiv zeichnen. In der Uhrmacherei ziert das grubengeschmolzene Email Zifferblätter, Gehäuse und dekorative Elemente, allein oder in Kombination mit anderen Veredelungen. Da es Geschick und künstlerisches Gespür erfordert, zählt es zu den Kunsthandwerken, die den Wert und die Originalität eines Garde-Zeit.
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