MATRIZE
In der Uhrmacherei bezeichnet eine Matrize das weibliche Werkzeug eines Prägestempelpaares — das ergänzende männliche Organ ist der Prägestempel —, das dazu bestimmt ist, ein Metall durch plastische Verformung oder Scherung zu formen, auszuschneiden oder zu treiben. Die aus gehärtetem Stahl oder Hartmetall gefertigte Matrize weist eine Aussparung auf (Schneidfenster, Tiefziehhohlraum oder vertiefte Prägeform), deren Profil in negativer Ausführung genau der gewünschten Endform oder dem Relief des Prägestempels entspricht. Auf dem Tisch einer Presse (Schwungrad-, Kniehebel- oder Hydraulikpresse) montiert und festgespannt, nimmt die Matrize das Material — Rohling, Band oder Vorform — auf, auf das der Prägestempel zum Ausschneiden, Tiefziehen oder Prägen trifft. Dieses Prägeverfahren ermöglicht die Serienfertigung von Bauteilen des Uhrwerks (Räderwerksplatinen, Federn usw.), von Elementen der Ausstattung (Seitenwände des Mittelteils des Gehäuses, Armbandglieder) oder reliefartige Verzierungen (Medaille des Gehäusebodens, Muster des Zifferblatts). Die Präzision der Matrize, heute oft durch Drahterosion erzielt, bestimmt unmittelbar die Schärfe der Schnitte und die Maßhaltigkeit der hergestellten Teile – eine zentrale Herausforderung angesichts der sehr engen Toleranzen, die für die Uhrmacherei typisch sind.
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