SCHALTER

In der Uhrmacherei ist ein Schalter eine Vorrichtung, die dazu bestimmt ist, einen Mechanismus oder eine Funktion nach Bedarf zu unterbrechen oder einzuschalten. Gesteuert durch einen Riegel, einen Schieber, einen Drücker oder einen Winkelhebel, wirkt er als Auswahlorgan, das eine Komplikation in oder außer Betrieb setzt, ohne den allgemeinen Gang des Uhrwerks zu unterbrechen. Das gebräuchlichste Beispiel ist der Schlagwerkschalter: Er ermöglicht es bei einer Repetitionsuhr oder einer Schlaguhr, das Schlagen zu aktivieren oder zu neutralisieren, oder auch zwischen Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Stille zu wählen. Man findet auch ähnliche Vorrichtungen, um einen Mechanismus von Wecker oder bestimmte Funktionen zu sperren. Der Schalter veranschaulicht die Logik der Steuerungen in der komplizierten Uhrmacherkunst: Er muss zuverlässig, sicher gegen Fehlbedienungen und diskret genug sein, um weder die Ästhetik noch die Funktion des Zeitmessers zu beeinträchtigen. Seine Konstruktion erfordert Präzision und Sanftheit bei der Betätigung.

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