ARMBÄNDER UND SCHLIESSEN
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Uhren unsere Taschen verließen, um sich an unseren Handgelenken niederzulassen, erlebte das Uhrenarmband einen Aufschwung, der sich seither stetig weiterentwickelt hat. Zunächst aus Leder, Stoff oder Metall gefertigt, gibt es das Uhrenarmband heute in einer Vielzahl von Materialien (wie pflanzlichen Stoffen, Kunststoffen, Kautschuk, Verbundwerkstoffen usw.). Im Laufe der Geschichte haben sich auch die Schliessen für spezifische Verwendungszwecke oder für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit weiterentwickelt.
LEDERARMBÄNDER
Als die ersten Armbanduhren aufkamen, war Leder das Material, das den Anforderungen ihrer Verwendung am besten entsprach. Widerstandsfähigkeit, Geschmeidigkeit, Ergonomie und oft auch Eleganz sind Eigenschaften, die es noch heute zu einem geschätzten Werkstoff machen. Das Bewusstsein für den Tierschutz, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstandenen Zollbeschränkungen sowie die technologische Weiterentwicklung der Materialien führen jedoch dazu, dass sich synthetische und pflanzliche Materialien zunehmend auf Kosten des Lederarmbands durchsetzen.
DIE METALLARMBÄNDER
Im Allgemeinen sind Metallarmbänder viel widerstandsfähiger und langlebiger als Lederarmbänder. Sie können ohne Schaden untergetaucht werden und werden oft für sportliche Zwecke oder unter extremen Bedingungen bevorzugt. In anderen Fällen werden sie verziert oder sogar besetzt, um die Eleganz des Designs zu unterstreichen und seine Identität zu bekräftigen.
KUNSTSTOFFARMBAND
Kunststoffe und Kautschuk kamen in den 80er Jahren auf. Da sie im Gussverfahren hergestellt werden, sinken die Kosten solcher Armbänder mit steigender Produktion. Seitdem sind zahlreiche neue synthetische Materialien entstanden. Silikon, Verbundwerkstoffe und Keramik bringen seither eine Reihe technischer und ästhetischer Verbesserungen mit sich.
PFLANZLICHES ARMBAND
Dank jüngster technologischer Entwicklungen und des wachsenden ökologischen Bewusstseins erleben pflanzliche Materialien eine rasante Entwicklung. Manche ahmen das Aussehen, die Haptik und die Geschmeidigkeit von Leder täuschend echt nach. Ihre Robustheit, ihre UV-Beständigkeit und sogar ihr Tragekomfort übertreffen häufig Leder, und die meisten von ihnen sind vollkommen wasserdicht.
DIE DORNSCHLIESSE
Die Dornschließe ähnelt einer Miniatur-Gürtelschnalle. Sie ist für Armbänder aus Leder, pflanzlichen oder synthetischen Materialien gedacht, bei denen einer der Riemen perforiert ist, um die Länge des Armbands an den Handgelenkumfang anzupassen.
DIE FALTSCHLIESSE
Egal ob aus Leder, synthetischem Material oder pflanzlichen Ursprungs, die beiden Riemen des Armbands bleiben stets mit der Faltschließe verbunden. Wenn man diese Art von Schliesse öffnet, klappt sie sich wie eine Geldbörse auf. Dadurch lässt sich die Uhr einfach und schnell anlegen oder abnehmen. Diese Art von Schliesse erweist sich als sicherer als die Dornschließe. Wenn sich die Schliesse versehentlich öffnet, fällt die Uhr nicht herunter und bleibt am Handgelenk.
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