VERGOLDEN

Vergolden bedeutet, eine dünne Goldschicht auf der Oberfläche eines Objekts aufzutragen, zum Schutz und zur Verzierung. In der modernen Uhrmacherkunst wird die Vergoldung hauptsächlich auf galvanischem Weg erzielt (Elektrolyse, bei der das Gold auf das an einen Stromkreis angeschlossene Werkstück wandert) oder durch Dampfphasenabscheidung (PVD). Sie wird sowohl auf Bestandteile des Aufgesetzter Index auch auf Bestandteile des Uhrwerk — Räder, Platinen, Brücken, deren Aussehen sie verbessert und die sie vor Korrosion schützt — als auch auf Elemente der Ausstattung angewendet: Gehäuse, Lünetten, Metallarmband, Zifferblätter, Zeiger. Die Dicke der Schicht, ausgedrückt in Mikron, bestimmt die Haltbarkeit und die Verschleißfestigkeit; hochwertige Vergoldungen sind daher dicker und manchmal durch einen Lack geschützt. Die Vergoldung ersetzt heute weitgehend die alte, gefährliche Feuervergoldung mit Quecksilber. Sie verbindet Oberflächenchemie mit ästhetischem Anspruch und gehört zu den Behandlungen, die einem Bauteil seinen endgültigen Farbton verleihen und es dabei schützen, und trägt voll und ganz zur visuellen Identität einer Uhr-Zeit.

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