SCHMIEDBARKEIT

Die Schmiedbarkeit bezeichnet die Eigenschaft eines Festkörpers, insbesondere eines Metalls, sich unter Druck- oder Schlagbeanspruchung — Hämmern, Walzung, Stanzen, Prägen — dauerhaft zu verformen, ohne zu brechen oder zu reißen. Sie ermöglicht es, den Werkstoff flach zu klopfen, zu dünnen Blättern auszuziehen oder in Form zu bringen, und unterscheidet sich von der Duktilität, die sich auf die Dehnung eines Werkstoffs unter Zugbeanspruchung bezieht, etwa beim Drahtziehen. In der Uhrmacherei ist diese Eigenschaft für die Verarbeitung von Edelmetallen und Legierungen unerlässlich: Gold, das schmiedbarste aller Metalle, kann zu Blättern von wenigen Zehntel Mikron Dicke geschlagen werden; Silber, Kupfer, die Messinglegierungen Messinge und die Werkplatte — trotz ihrer hohen Dichte, was ihre Verwendung für hochwertige Gehäuse und Bauteile erklärt — zählen ebenfalls zu den formbarsten Metallen. Diese Eigenschaft ermöglicht das Treiben, das Planieren von Gehäusen oder die Herstellung von Zifferblättern. Die Schmiedbarkeit variiert mit der Temperatur und dem strukturellen Zustand des Metalls: Ein Glühen stellt durch das Lösen der bei der Kaltverfestigung durch Kaltbearbeitung angesammelten inneren Spannungen die Geschmeidigkeit eines gehärteten Werkstücks wieder her und erleichtert nachfolgende Umformvorgänge.

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