DER RUNDLAUFZIRKEL
Der Rundlaufzirkel ist ein Kontrollwerkzeug, das in der Uhrmacherei verwendet wird, um die Geometrie eines beweglichen Teils oder einer Unruh zu überprüfen, und insbesondere die Unplanheit und die Unrundheit seiner Zapfen oder seiner Felge. Er besteht aus zwei Spitzen oder Stiften mit einstellbarem Abstand, zwischen denen das zu kontrollierende Teil zwischen den Spitzen so montiert wird, dass es sich frei und ohne übermäßiges Spiel drehen kann. Der Uhrmacher versetzt das bewegliche Teil in eine langsame Drehung, in der Regel mit Hilfe einer Blasebalg (klein) um jeden Kontakt mit den Fingern zu vermeiden, und beobachtet, ob sich sein Profil von der Bezugsebene entfernt oder einen perfekten Kreis im Verhältnis zu einer Zunge oder einem festen Index beschreibt, der in unmittelbarer Nähe des rotierenden Teils angebracht ist. Eine Unrundheit oder Unplanheit, selbst geringfügig, bringt den Unruh aus dem Gleichgewicht und kann ein störendes Reiben gegen das Rückerwerk oder die Brücken verursachen, was die Amplitude und die Gangregelmäßigkeit in den verschiedenen Lagen beeinträchtigt. Manche Rundlaufzirkel besitzen eine verstellbare Zunge, die als Index dient und die visuelle Beurteilung der Abweichung erleichtert. Diese Kontrolle erfolgt in der Regel nach einer Abrichtoperation auf der Drehbank und vor dem Auswuchten des Unruhs, für das sie eine unerlässliche Voraussetzung darstellt.
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