DIE SPANNUNG

In der Uhrmacherei bezeichnet die Spannung den Vorgang, bei dem eine Feder unter Spannung gesetzt wird. Der Begriff findet meist Aufgesetzter Index auf die Zugfeder Anwendung: Beim Aufziehen einer mechanischen Uhr wird diese Feder gespannt, die dann die für den Betrieb des Uhrwerks notwendige Energie speichert. Die Spannung erfolgt über die Krone bei Uhren mit manuellem Aufzug oder automatisch dank einer Schwungmasse, die durch die Bewegungen des Handgelenks betätigt wird. Während sich die Feder spannt, wickelt sie sich um den Federkern der Federhauswelle, die vom Sperrkegel, der ihn daran hindert, sich in umgekehrter Richtung zu entspannen. Die Spannung ist der Gegenvorgang zur Entspannung, dem umgekehrten Vorgang, bei dem die Feder absichtlich entspannt wird. Die bei der Spannung gespeicherte Energiemenge bestimmt die Gangreserve der Uhr. Eine vollständige und regelmäßige Spannung garantiert eine stabile Amplitude und einen gleichmäßigen Gang; deshalb begrenzen manche Mechanismen eine übermäßige Spannung, um die Feder und die Regelmäßigkeit des Betriebs zu schützen.

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