STEINSCHLIFF
Der Steinschliff ist ein Verfahren der Oberflächenbearbeitung sowie dessen Ergebnis, das darin besteht, zu schleifen und dann zu Polieren ein Werkstück mithilfe einer Scheibe rotierenden — Lapidar genannt — aus Metall oder mit einem Schleifmittel (Schleifpapier, Diamantpaste, Schleiflösung) versehen, montiert auf einer speziellen Maschine, der Steinschliff-Drehbank. Der Begriff stammt aus dem Wortschatz des Lapidars, des Handwerkers, der Edelsteine schleift, dessen Schleiftechnik auf die Bearbeitung von Metallen übertragen wurde. Je nach Körnung des Schleifmittels und Geometrie der verwendeten Scheibe ermöglicht der Steinschliff sowohl das Grobschleifen und Ebnen einer Oberfläche — planer Steinschliff — als auch das Verleihen einer regelmäßigen Wölbung — gewölbter Steinschliff —, indem sie schrittweise bis zu einem nahezu polierten Zustand verfeinert wird. In der Uhrmacherei kommt er bei der Vorbereitung und Nivellierung von Bauteilen wie den Brücken, derWerkplatte oder bestimmte Teile der Ausstattung, und geht häufig Dekorationen wie dem Anglieren, der Perlung oder der Satinierung voraus. Seine Beherrschung setzt eine strenge Kontrolle der Ebenheit, des ausgeübten Drucks und der verwendeten Körnung voraus: ein schrittweiser Übergang von grober zu feiner Körnung verhindert tiefe Kratzer und gewährleistet eine gleichmäßige Oberfläche, die Voraussetzung für eine sorgfältige Endbearbeitung ist.
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