CHATON

In der Uhrmacherei ist der Chaton ein kleiner Ring, meist aus Gold oder Messing, in den der Stein eines Lagers eingepresst wird (Rubin). Der Chaton, der den Stein trägt, wird anschließend präzise in seine Fassung innerhalb der Werkplatte oder einer Brücke eingepasst, wo er häufig mit drei kleinen Schrauben befestigt wird. Diese Montageart, die aus der alten und hochwertigen Uhrmacherei stammt, bietet mehrere Vorteile: Sie ermöglicht den einfachen Austausch eines defekten Steins, ohne die Werkplatte zu bearbeiten, erlaubt eine feine Justierung der Position des Lagers und verleiht dem Uhrwerk ein gepflegtes Erscheinungsbild, wobei die vergoldeten verschraubten Chaton sich deutlich von den Brücken abheben. Lange Zeit den hochwertig gefertigten Uhren vorbehalten, nachdem er zunächst eine technische Notwendigkeit gewesen war, wurde der Chaton in der laufenden Produktion durch das kostengünstigere direkte Einpressen der Steine verdrängt. Heute besteht er als Erkennungsmerkmal der Haute Horlogerie und traditioneller Nachbauten fort, wo er Funktion und Ästhetik vereint, und bleibt in allen Systemen vonStoßsicherungen präsent.

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