DAS CHRONOMETRISCHE OBSERVATORIUM VON GENF: EIN SCHLÜSSELAKTEUR DER UHRMACHERISCHEN PRÄZISION

Getreu seinem pädagogischen Auftrag veröffentlicht Horopedia einen neuen Film über das chronometrische Observatorium von Genf. Dieser exklusive Inhalt bietet einen Einblick in eine zentrale Institution für die Bewertung und Zertifizierung uhrmacherischer Präzision.

Heute von der Stiftung Timelab verwaltet, ist das chronometrische Observatorium von Genf ein bedeutender Akteur der Uhrenzertifizierung in der Schweiz. Es vergibt insbesondere die Zertifikate „certifié chronomètre“ gemäß der Norm ISO 3159 sowie das Gütesiegel OC+.

Das Gütesiegel OC+ ist ein anspruchsvolles Zertifikat, das ausschließlich Schweizer Uhren vorbehalten ist und über die traditionellen Standards hinausgeht. Im Gegensatz zur Norm ISO 3159, die nur die Uhrwerke testet, bewertet das OC+ Protokoll vollständig zusammengebaute Uhren unter realitätsnahen Bedingungen. Über einen Zeitraum von 21 Tagen werden die Uhren einer Reihe strenger Tests unterzogen, die insbesondere Folgendes umfassen:

  • die chronometrische Präzision
  • die Gangreserve
  • die Wasserbeständigkeit
  • die Beständigkeit gegen Magnetfelder

Die Norm ISO 3159 stellt ihrerseits seit 1976 eine internationale Referenz dar. Sie legt die Genauigkeitskriterien für mechanische Uhren fest, die 15 Tage lang in verschiedenen Positionen und bei mehreren Temperaturen getestet werden, wobei ein durchschnittlicher Tagesgang zwischen –4 und +6 Sekunden pro Tag gefordert wird.

Durch diese Protokolle der Film beleuchtet das ständige Streben nach Präzision in der Uhrmacherei sowie ihre Entwicklung im Laufe der Zeit.

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ÜBER HOROPEDIA

Die Stiftung Horopedia wurde im Februar 2023 gegründet und hat den Status der Gemeinnützigkeit erhalten. Der Stiftungsrat besteht aus Philippe Dufour (Präsident), Dr. Helmut Crott, André Colard und Marc André Deschoux.

Die Stiftung verwaltet Horopedia.org, die erste Online-Videoenzyklopädie über die Uhrmacherkunst. Die Plattform wurde 2022 gestartet und erhielt schnell einstimmige Unterstützung innerhalb der Community.

Bis heute finden sich auf Horopedia.org mehr als 100 mehrsprachige Dokumentarfilme über Museen, Uhrmacherschulen, Werkzeuge und Uhrenkomponenten sowie die mechanischen Prinzipien hinter ihrer Funktionsweise. Um ihre Bildungsmission zu stärken, integriert die Plattform zudem visuelle Lehrmittel, um ein besseres Verständnis der bereitgestellten Informationen zu erleichtern. Die Website bietet fast 1000 Seiten mit ausführlichen Definitionen von uhrmacherischen Begriffen und historischen Anekdoten zu bedeutenden Erfindungen in der Uhrmacherkunst.

Horopedia.org deckt akribisch alle Aspekte der faszinierenden Uhrenindustrie auf Französisch, Englisch und Deutsch ab. Sie bietet detaillierte Definitionen von Werkzeugen und Komplikationen, 3D-Bilder von Uhrwerken sowie ausführliche Video-Erklärungen zur Herstellung der Bauteile, ihrer Geschichte und ihrer Funktionen in einer Uhr. Ein eigener Bereich der Website listet Uhrmacher-Institutionen auf, darunter Schulen und Museen in der Schweiz und weltweit.

Vor Kurzem hat die Stiftung ihr ambitioniertes Projekt vorgestellt: das Haus der Künste & der Uhrmacherkultur (MACH). Mehr als ein Museum, wird das MACH ein lebendiger Ort für Ausstellungen, Wissensvermittlung und Austausch rund um die Uhrmacherkunst sein. Im Herzen des Bankenviertels gelegen, verfügt dieses Haus über 1.250 m² wird sich über vier Stockwerke erstrecken und didaktische, thematische sowie chronologische Ausstellungen bieten, ergänzt durch einen Bereich für Sonderausstellungen. Die Besucher können außerdem einen Shop, ein Auditorium und verschiedene interaktive Bereiche nutzen, die darauf ausgelegt sind, die Neugier zu wecken und das Entdecken zu fördern. Offen und lebendig konzipiert, hat das MACH die Vision, der Knotenpunkt der Uhrmacherei in Genf zu werden.

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