FUSSKREIS
In der Uhrmacherei bezeichnet der Fusskreis den äußeren Ring eines Rades oder einer Unruh — man spricht auch von Felge —, das heißt der äußere kreisförmige Teil, der die Speichen mit der zentralen Nabe verbindet. Bei einem gezahnten Trieb des Räderwerks werden die Zähne im Allgemeinen am Rand des Fusskreises geschnitten; einige alte Mechanismen mit Stiften, insbesondere in Schlagwerken (Stiftrad), befestigen ihre Stifte dagegen direkt am Fusskreis, anstatt Zähne einzuschneiden.
Bei der Unruh, einem Organ ohne Verzahnung, bildet der Fusskreis den äußeren Ring, der den Großteil der Masse trägt und über zwei oder drei Speichen mit der Achse verbunden ist. Auf ihm sind die Regulierschrauben oder Massestücke angebracht, die es ermöglichen, die Trägheit der Regulierorgan, also den Tagesgang der Uhr beeinflusst. Bei den alten bimetallischen Kompensationsunruhen war der Fusskreis selbst an zwei Stellen in der Nähe der Arme durchgeschnitten: Die Verbundklinge (aussen Messing, innen Stahl) bog sich dann unter Temperatureinfluss und korrigierte so die Gangabweichungen, die durch die Ausdehnung der Spirale entstanden.
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