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1. Allgemeine Beschreibung

Sie ist ein Bedienelement (Korrektur) und eine Verbindung zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Uhrgehäuses der Uhr. Sie ist aus Stahl gefertigt und wird durch eine senkrecht zur Achse verlaufende Sackbohrung mit dem Uhrwerk verbunden Zeiger. An ihrem inneren Ende hat die Aufzugwelle einen Zapfen, der es ihr ermöglicht, sich frei und jederzeit um ihre eigene Achse zu drehen. Auf den Zapfen folgt ein langer Vierkant, auf dem der Kupplungstrieb (oder Schiebetrieb) gleitet. Es ist die Bewegung dieses Triebs, die es ermöglicht, auf den Aufzugsmechanismus (Welle gedrückt) und den Zeigerstellmechanismus (Welle gezogen) einzuwirken. Nach dem Vierkant des Kupplungstriebs nimmt eine zylindrische Passung den Aufzugtrieb auf. Dieser dreht sich frei auf der Welle. Er wird erst mitgenommen, wenn der Kupplungstrieb mit seiner gemeinsamen Breguet-Kupplungsverzahnung in Kontakt kommt. Eine Kehle, die im Durchmesser der Aufzugwelle angebracht ist, möglichst nahe am Umfang der Werkplatte, nimmt den Winkelhebelstift auf, der die Aufzugwelle am Uhrwerk befestigt und die Betätigung des Winkelhebels ermöglicht. Der Winkelhebel ist ein Hebel, der es erlaubt, die Wippe zu betätigen, welche den Kupplungstrieb auf dem Vierkant der Aufzugwelle verschiebt und den Wechsel von einer Funktion zur anderen ermöglicht (Zeigerstellung, Aufzug). In ihrem außerhalb des Uhrwerks liegenden Teil ist die Aufzugwelle vollständig mit einem Gewindegang versehen. Sie durchquert das Rohr des Uhrgehäuses und erhält, nachdem die Aufzugwelle sorgfältig auf Länge gebracht wurde, die Krone, die sich direkt darauf aufschraubt und die Wasserdichtigkeit der Uhr innerhalb und außerhalb des Rohrs des Uhrgehäuses gewährleistet. Bei einer einfachen Uhr steuern die Krone und die Aufzugwelle im Allgemeinen den Aufzugsmechanismus, wenn die Krone (und somit die Aufzugwelle) gedrückt wird (gegen das Uhrgehäuse). Wenn die Krone und die Welle herausgezogen werden, steuern sie den Zeigerstellmechanismus. Eine Zwischenposition ermöglicht es im Allgemeinen, ein Datum / Kalender zu korrigieren, wenn die Uhr ein solches anzeigt. Weitere Korrekturen können der Krone zugewiesen werden (Zeitzonen sekundäre, ewiges Datum / Kalender, usw.). In diesen Fällen ist es, um die Anzahl der möglichen Befehle oder Korrekturen zu erhöhen, nicht selten, eine Anzeige zuzuordnen, die je nach Drehrichtung der Krone und somit der Aufzugwelle korrigiert/eingestellt wird.

Aufzugwelle FR

Abbildung 1

Plan einer Aufzugwelle

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Abbildung 2

Wippe zwischen Aufzugsmechanismus und Zeigerstellmechanismus

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2. Geschichte

Die Aufzugwelle erscheint mit der Erfindung durch Adrien Philippe im Jahr 1842 des Aufzugsmechanismus. Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte hatte Antoine Le Coultre noch nicht die Zeigerstellung mittels Wippe erfunden, und die Welle betätigte damals ausschließlich den Aufzugsmechanismus. Daher rührt sicherlich der Name „Aufzugwelle“, der aus dieser kurzen historischen Periode überliefert ist. Tatsächlich erfand Antoine Le Coultre 1847, nur fünf Jahre nach der Erfindung von Adrien Philippe, den Aufzugsmechanismus mit Wippe, der die doppelte Funktion des Aufziehens und der Zeigerstellung bietet, ohne die Verwendung eines Schlüssels zu erfordern. Ab Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Mechanismus weiter und wurde je nach Bedarf komplexer (Steuerung des Datum / Kalender, weitere Funktionen). Die Materialien und Herstellungsverfahren entstehen manchmal seit Ende des 20. Jahrhunderts Jahrhundert, auch wenn der Großteil der Konstruktionen sowohl bei den verwendeten Materialien als auch bei den Herstellungsmethoden sehr traditionell bleibt.

3. Handwerkliche Herstellung einer Aufzugwelle

Die Aufzugwelle ist ein Bauteil, das unabhängig von der Methode relativ einfach herzustellen ist. Der Handwerker beginnt damit, sämtliche Drehvorgänge auszuführen, die den Hauptteil der Arbeit ausmachen. Er achtet auf die Konzentrizität der Drehteile angesichts des besonders heiklen Verhältnisses zwischen Länge und Durchmesser der Aufzugwelle. Anschließend kann der Handwerker das Ende der Aufzugwelle auf derselben Drehbank mit einem Gewindegang versehen. Der nächste Schritt erfolgt am Werktisch. Der Handwerker feilt die vier Flächen des Vierkants, auf dem der Kupplungstrieb (Schaltrad) gleiten wird. Dieser Arbeitsschritt erfordert eine gewisse Geschicklichkeit, da der Vierkant lang und vollkommen gleichmäßig sein muss. Die Flächen werden anschließend je nach ihrer Funktion poliert oder geglättet, und die Aufzugwelle kann anschließend ihren Wärmebehandlungen (Härten und Anlassen). Die Wärmebehandlungen der Aufzugwelle sind aufgrund ihrer beträchtlichen Länge und ihres geringen Durchmessers relativ schwierig erfolgreich durchzuführen. So besteht die Gefahr, dass die Wärmebehandlung nicht homogen ausfällt, und Verformungen der Welle sind bei diesen Schritten leider immer möglich. Ein kurzer Politur- und Weichglühschritt bleicht die Aufzugwelle wieder auf, die dann bereit für die Montage ist. Schließlich erfolgt die endgültige Längeneinstellung der Welle beim Einschalen des Uhrwerks.

4. Industrielle Produktion einer Aufzugwelle

Der Drehautomat ist die am besten geeignete Maschine zur Herstellung von Aufzugwellen. Alle Arbeitsschritte (Drehen, Gewindegang und Fräsen des Vierkants) können in einem einzigen Zyklus durchgeführt werden. Je nach gewählter Stahl-Legierung benötigt die Aufzugwelle keine Wärmebehandlungen nachfolgenden. Schließlich, und je nach gewähltem Niveau der Veredelung, können die Verarbeitungen, insbesondere die Politur, von Hand oder industrieller in Masse (z.B. in der Poliertrommel) durchgeführt werden.

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