„CABINOTIER“

Der „Cabinotier“ bezeichnet den Handwerker Uhrmacher, Uhrmacherin aus Genf, der vom 17. bis zum 19. Jahrhundert in einem „Kabinett“ arbeitete – einer Werkstatt, die üblicherweise in den oberen Stockwerken der Gebäude der Altstadt eingerichtet war, dort, wo das Lichtam besten war. Der Begriff erweiterte sich auf die Gesamtheit der Berufsgruppen, die an der Herstellung der Uhr beteiligt waren: Uhrmacher, Uhrmacherin, Gehäusemacher, Juweliere, Emailleure, Graveure, Guillocheure, Steinsetzer, Zifferblattmacher. Zusammengefasst im Quartier Saint-Gervais bildeten die „Cabinotiers“ eine Bevölkerung qualifizierter Handwerker, stolz auf ihre Unabhängigkeit und ihren Traditionen verbunden, die der Genfer Fabrique ihre Ausstrahlung verliehen. Ihre Organisation, sowohl technisch als auch sozial, nahm das „Etablissage“ Uhrmacher, Uhrmacherin, ein Produktionssystem, das auf der Arbeitsteilung zwischen Spezialisten beruht. Als Symbolfigur der Genfer Uhrmachergeschichte verkörpert der „Cabinotier“ die Verbindung von handwerklichem Können, Arbeiterkultur und handwerklicher Exzellenz, die den Ruf der Stadt begründeten.

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